Ludwigsdorf: Bundespolizei findet Waffen in Citroën
Kurz nach Mitternacht hielten die Beamten der Bundespolizei einen Citroën mit polnischen Kennzeichen am Autobahngrenzübergang Ludwigsdorf (Görlitz, Sachsen) an. In dem Wagen saßen drei Männer aus Polen, die 22 und 23 Jahre alt sind. Zuerst lief die Überprüfung der Menschen ganz normal ab und es gab keine Probleme.
Dann schauten sich die Polizisten den Innenraum des Autos genauer an. In der Fahrertür entdeckten sie ein Pfefferspray, das der Fahrer sofort griffbereit hatte. Das Spray hatte weder die nötige BKA-Kennzeichnung noch war es als Spray zur Tierabwehr markiert. Der Fahrer erklärte den Beamten, dass er das Spray nur zu seinem eigenen Schutz dabei hatte.
Weil die Beamten nun misstrauisch waren, durchsuchten sie auch die anderen beiden Insassen. Dabei kam es zu weiteren Funden: Beim Beifahrer fanden die Polizisten ein zweites Pfefferspray, das ebenfalls nicht den gesetzlichen Vorschriften entsprach. Der dritte Mann im Wagen hatte ein verbotenes Messer bei sich.
Die Polizei nahm alle drei Gegenstände an sich. Nachdem die Beamten alle Maßnahmen abgeschlossen hatten, durften die drei jungen Männer ihre Reise fortsetzen und in Deutschland einreisen. Die Waffen durften sie jedoch nicht behalten.
Gegen alle drei Männer wurde nun ein Strafverfahren eingeleitet. Es steht der Verdacht im Raum, dass sie gegen das Waffengesetz verstoßen haben. Ob und inwieweit sich die Männer strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf – zur Originalmeldung