Neugersdorf: Betrunkener Fahrer kracht gegen Laterne und flieht
Es war kurz nach neun Uhr abends, als der 46-jährige Tscheche in Neugersdorf (Sachsen) die Kontrolle über seinen Skoda Fabia verlor. Er krachte mit voller Wucht gegen den Betonmast einer Straßenlaterne. Der Aufprall war so heftig, dass der Mast einfach abbrach und umkippte.
Anstatt anzuhalten, versuchte der Fahrer zu fliehen. Er raste mit dem beschädigten Wagen über die Grenze nach Tschechien. Dabei wurde es gefährlich: Drei Passanten mussten schnell zur Seite springen, um nicht vom Auto erfasst zu werden. Doch die Flucht dauerte nicht lange. Da der Skoda stark beschädigt war, kam der Mann nicht weit. Nur 30 Meter hinter der Grenze konnten die Beamten ihn stoppen.
Im Wagen saßen noch zwei weitere Männer, die ebenfalls getrunken hatten. Keiner von ihnen wurde bei dem Unfall verletzt.
Die tschechische Polizei führte einen Atemtest beim Fahrer durch. Das Ergebnis war extrem hoch: Der Mann hatte 2,81 Promille im Blut. Zudem stellte sich heraus, dass er gar keinen Führerschein besitzt. Der Sachschaden an der Laterne und am Auto beläuft sich auf insgesamt 12.000 Euro.
Die Landespolizei hat die Ermittlungen übernommen. Dem Mann wird unter anderem Trunkenheit im Verkehr, das Fahren ohne Fahrerlaubnis und das unerlaubte Entfernen vom Unfallort vorgeworfen. Auch ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr wird geprüft. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Ebersbach – zur Originalmeldung