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Ludwigsdorf: Haftbefehl im Reisebus entdeckt

Ein polnischer Mann wollte am Samstagabend mit dem Bus nach Deutschland einreisen. Doch bei einer Kontrolle an der Grenze kam die Polizei auf seine Spur.

Es war kurz vor Mitternacht am Samstag, als die Bundespolizei am Grenzübergang Ludwigsdorf (Landkreis Görlitz, Sachsen) auf der Autobahn 4 eine Kontrolle durchführte. Dabei hielten die Beamten einen Reisebus an. Einer der Passagiere war ein 34-jähriger Pole.

Die Polizisten überprüften die Daten des Mannes in ihren Systemen. Dabei stellte sich heraus, dass die Staatsanwaltschaft Dortmund nach ihm suchte. Gegen den Mann lag ein Haftbefehl vor. Er war bereits wegen des Handels mit Drogen verurteilt worden und sollte eine Geldstrafe von 4.300 Euro zahlen. Das Geld hatte er jedoch nie überwiesen.

Die Beamten sprachen den Mann auf die Fahndung an und nahmen ihn fest. Es gab nur eine Chance, der Haft zu entgehen: Er hätte die offene Summe sofort bezahlen müssen. Inzwischen war der Betrag durch Gebühren auf 4.529 Euro angewachsen. Da der Mann das Geld vor Ort nicht aufbringen konnte, wurde er noch in derselben Nacht in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Die Kontrolle am Wochenende war erfolgreich. Insgesamt fanden die Beamten noch 20 weitere Menschen, nach denen gesucht wurde. In den meisten Fällen ging es dabei darum, eine aktuelle Adresse im Ausland zu finden, damit die Leute für ihre Strafverfahren offiziell geladen werden können.

Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf – zur Originalmeldung

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