Talsperre Lichtenberg: Minister besucht 30-Millionen-Euro-Baustelle
Am Dienstag war Sachsens Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch an der Talsperre Lichtenberg (Landkreis Mittelsachsen) unterwegs. Zusammen mit Landrat Sven Krüger und Leuten von der Landestalsperrenverwaltung schaute er sich die Baustelle genau an. Im Fokus standen dabei das Absperrbauwerk und der Entnahmeturm.
Die Anlage war rund 50 Jahre lang ohne Pause im Einsatz. Jetzt ist eine große Modernisierung nötig, damit die Wasserversorgung auch bei extremem Wetter stabil bleibt. Das ist ein riesiges Projekt: Seit Ende 2024 ist die Talsperre komplett abgestaut. Damit die Menschen in Freiberg und Umgebung trotzdem Wasser haben, wurde eine extra Ersatzleitung für das Rohwasser gebaut. Insgesamt 200.000 Menschen hängen an dieser Versorgung.
Bei seinem Rundgang sah sich der Minister die Arbeiten an der Dammkrone und die neue Abdichtung des Absperrbauwerks an. Auch der markante Entnahmeturm wird saniert. Gleichzeitig wird die gesamte Technik für die Messung und Steuerung auf den neuesten Stand gebracht. Neu ist zudem eine sogenannte epilimnische Wasserentnahme. Damit kann man in Zukunft besser auf die Qualität des Wassers reagieren.
Das Ganze kostet den Freistaat rund 30 Millionen Euro. Minister von Breitenbuch betonte, dass solche Investitionen teuer sind, aber notwendig, um die Region krisenfest zu machen.
Die Bauarbeiten dauern noch an. Wenn alles nach Plan läuft, kann die Talsperre voraussichtlich bis Ende 2026 wieder aufgestaut werden.