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Sachsen gibt Millionen für Hitzeschutz in Städten aus

Mobile Trinkwasserbrunnen mit Vernebelung – Pilotprojekt der Landeshauptstadt Dresden Foto: SMWA) Mobile Trinkwasserbrunnen mit Vernebelung – Pilotprojekt der Landeshauptstadt Dresden Trinkbrunnen mit Vernebelung

Das Land will Kommunen und Betriebe dabei unterstützen, ihre Orte kühler zu machen. Es gibt Fördergelder für Trinkbrunnen, Sonnensegel und begrünte Dächer.

In Sachsen wird es immer heißer. Früher gab es im Schnitt fünf Tage über 30 Grad pro Jahr, in den letzten zehn Jahren waren es schon 13. In diesem Jahr sind es an vielen Orten bereits über 20 Tage. Besonders in Städten staut sich die Hitze, weil Asphalt und Beton die Wärme speichern. Das ist vor allem für alte Menschen, Kinder und Kranke gefährlich.

Deshalb stellt das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz (SMWA) Geld bereit. Kommunen, Vereine, kleine Firmen und sogar Privatpersonen können Anträge stellen. Das Land übernimmt je nach Projekt bis zu 80 Prozent der Kosten. Das Ministerium möchte, dass die Städte jetzt aktiv werden, auch wenn viele Gemeinden finanzielle Probleme haben.

Was genau gefördert wird, ist vielfältig. Es geht um baulichen Schutz an Gebäuden, wie zum Beispiel begrünte Dächer oder Sonnenschutz an den Fenstern. Auch öffentliche Plätze, Schulhöfe und Spielplätze sollen durch Trinkbrunnen und mehr Schatten angenehmer werden. Zudem gibt es Geld für Anlagen, die Regenwasser speichern, damit es später wieder genutzt werden kann. Auch Konzepte gegen Starkregen und Bodenerosion werden unterstützt.

Einige Projekte laufen bereits. In Freital bekommt die Kita „Kinderland am Wiesenhang“ für rund 180.000 Euro Sonnensegel und mehr Grün. In Pirna wird der Busbahnhof mit Trinkbrunnen und besserer Bewässerung für die Bäume ausgestattet. In Eibenstock wird das Rathaus mit Sonnenschutz nachgerüstet. Leipzig nutzt etwa 144.000 Euro für eine neue Analyse des Stadtklimas.

Besonders Pflegeheime sollen die Gelder nutzen. Gesundheitsministerin Petra Köpping betont, dass Hitzeschutz in diesen Einrichtungen kein Luxus, sondern wichtiger Gesundheitsschutz sei. Die entsprechenden Verbände wurden bereits informiert.

Insgesamt wurden schon 55 Projekte mit rund 10,6 Millionen Euro bewilligt. Aktuell werden weitere Anträge über 4,5 Millionen Euro geprüft. Wenn diese durchgehen, bleiben immer noch etwa 12,5 Millionen Euro im Fördertopf. Anträge können über das Portal der Sächsischen Aufbaubank (SAB) im Modul 4 der „Förderrichtlinie Energie und Klima 2023“ gestellt werden.

Quelle: Medienservice Sachsen – zur Originalmeldung

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