Sachsen und Tschechien planen engere Zusammenarbeit
Sachsen und Tschechien wollen in Zukunft noch enger zusammenarbeiten. Das haben sich die sächsischen Minister Georg-Ludwig von Breitenbuch und Sören Trillenberg am Mittwoch, den 29. Juli 2026, mit ihren tschechischen Kollegen in Litoměřice und Děčín (Tschechien) überlegt. Dabei ging es vor allem um die Umwelt, den Naturschutz und die Infrastruktur.
Ein wichtiger Punkt ist die Elbe. Tschechien plant dort eine Staustufe. Sachsen will dieses Vorhaben nun eng begleiten. Die Experten prüfen deshalb neu, welche Auswirkungen das auf die Natur, das Wasser und den Verkehr hat. Ziel ist es, die Schifffahrt Richtung Prag zu verbessern, ohne dass die Binnenschifffahrt auf sächsischer Seite darunter leidet.
Auch im Naturschutz gibt es gemeinsame Pläne. Die Nationalparke Sächsische Schweiz und Böhmische Schweiz sollen besser zusammenarbeiten. Dabei geht es vor allem darum, wie Besucher gelenkt werden, wie die Wanderwege verlaufen und wie man Tierarten beobachtet. Zudem wollen beide Seiten gemeinsam dafür sorgen, dass es im Erzgebirge wieder mehr Birkhühner gibt.
Ein weiteres großes Thema ist die neue Eisenbahnstrecke zwischen Dresden und Prag inklusive des Erzgebirgstunnels. Hierfür gibt es bereits einen europäischen Verbund, um das Projekt gemeinsam voranzutreiben. Da das Interesse der Bürger an diesem Bauvorhaben groß ist, wollen die Partner auch die Fördergelder aus dem Interreg-Programm ab 2028 auf einem hohen Niveau halten.
Sachsen und Tschechien arbeiten schon seit vielen Jahren in verschiedenen Kommissionen zusammen. Themen wie Hochwasserschutz, Luftreinhaltung und nukleare Sicherheit werden dauerhaft abgestimmt. Die aktuellen Gespräche dienen dazu, diese Partnerschaft weiter zu festigen.