Sachsen und Brandenburg planen gemeinsame Wasserstrategie für Lausitz
Sachsen und Brandenburg haben sich auf eine engere Zusammenarbeit bei der Wasserwirtschaft in der Lausitz geeinigt. Staatsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch und Brandenburgs Umweltministerin Hanka Mittelstädt haben sich dazu am Speicherbecken Lohsa II sowie am Bärwalder See getroffen. Dort haben sie besprochen, wie man mit dem Wasser umgeht, wenn der Kohleabbau endgültig vorbei ist.
Ein großes Problem ist die sogenannte Restlochkette. Wenn die Bergaufsicht endet, geht die Verantwortung für diese Bereiche schrittweise auf das Land über. Die Minister wollen sicherstellen, dass genug Wasser im Gebiet bleibt, besonders für die Schwarze Elster. Da Wasser nicht an Landesgrenzen halt macht, müssen beide Länder ihre Pläne abstimmen.
Für die nächsten Jahrzehnte gibt es konkrete Pläne: Es soll eine genaue Wasserbilanz erstellt werden, damit man weiß, wie viel Wasser überhaupt vorhanden ist. Außerdem wird an einem Grundwassermodell für die Lausitz gearbeitet, um bessere Planungsgrundlagen zu haben. In Hoyerswerda gibt es bereits eine Geschäftsstelle, die diese Aufgaben koordiniert.
Aktuell ist die Lage angespannt, da es zu wenig Wasser gibt. Deshalb wurde Anfang der Woche eine spezielle Arbeitsgruppe für das Spreegebiet zusammengerufen. Hier stimmen Sachsen, Brandenburg und Berlin kurzfristig Maßnahmen ab, um die Extremsituation zu bewältigen.
Zudem wollen beide Minister gemeinsam Druck auf den Bund ausüben. Es soll ein neues Gremium aus Bund und Ländern geschaffen werden. Das Ziel ist, dass sich der Wasserhaushalt in der Lausitz langfristig wieder von selbst reguliert, ohne dass ständig eingegriffen werden muss.