Sachsen: Mehr Geld für landwirtschaftliche Betriebe ab 2027
Landwirte in Deutschland sollen im Jahr 2027 mehr finanzielle Unterstützung erhalten. Bundesminister Alois Rainer hat entschieden, die Direktzahlungen ohne die sonst üblichen Kürzungen auszuzahlen. Normalerweise wird ein Teil des Geldes in andere Förderprogramme umgeschichtet, doch das soll 2027 nicht passieren.
Das hat konkrete Auswirkungen auf die Summen: Die Auszahlungen steigen von rund 4,1 Milliarden Euro im Jahr 2026 auf etwa 4,9 Milliarden Euro im Jahr 2027. Landwirtschaftsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (Sachsen) hatte sich auf Landes- und Bundesebene dafür eingesetzt, dass die geplanten Kürzungen gestrichen werden.
Der Minister begründet den Schritt mit der schwierigen Lage der Betriebe. Hitze und Trockenheit haben die Ernten belastet. Gleichzeitig sind die Kosten für Diesel und Dünger durch die Probleme an den Energiemärkten gestiegen. Zudem drücken niedrige Preise für die landwirtschaftlichen Produkte die Gewinne.
Die Direktzahlungen sind deshalb so wichtig, weil sie unabhängig davon gezahlt werden, was genau angebaut wird oder wie hoch der Ertrag ist. Das gibt den Betrieben mehr Sicherheit bei der Planung. Zudem soll so die Versorgung mit Lebensmitteln aus der Region gesichert werden, damit man weniger von internationalen Märkten und Lieferketten abhängig ist.
Weitere Informationen gibt das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft unter der Telefonnummer +49 351 564 20040 oder per E-Mail an [email protected].