Sachsen: Rekord bei Borreliose und Warnung vor Dubai-Schokolade
In Chemnitz haben Staatssekretärin Dagmar Neukirch und LUA-Präsidentin Dr. Susanne Bastian den Jahresbericht für 2025 vorgestellt. Die Zahlen zeigen eine deutliche Zunahme bei bestimmten Krankheiten. Besonders die Borreliose hat einen neuen Höchststand erreicht. Rund 2.600 Fälle wurden gemeldet, was ein Plus von 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist. Vor allem Erwachsene ab 45 Jahren sind davon betroffen. Auch bei der FSME liegt Sachsen mit fast 50 Fällen bundesweit auf Platz drei. Die Behörde rät deshalb zu langer Kleidung und gründlichen Kontrollen nach dem Spaziergang im Wald.
Auch bei den Lebensmitteln gibt es Probleme. Die LUA untersuchte etwa 20.500 Proben, wovon 16 Prozent beanstandet wurden. Oft stimmten die Angaben auf der Verpackung nicht. Ein echtes Problem war die Trend-Süßigkeit „Dubai-Schokolade“: Alle 18 untersuchten Proben waren mangelhaft. Es fehlten Angaben zu Allergenen wie Sesam oder Haselnüssen, oder es waren nicht erlaubte Farbstoffe enthalten. In etwa 340 Proben fanden die Experten zudem Listerien, sechs davon waren sogar gesundheitsschädlich. Wer Schilddrüsenprobleme hat, sollte zudem vorsichtig bei getrockneten Algen sein, da einige Proben viel zu viel Jod enthielten.
In Dresden (Sachsen) gibt es zudem einen neuen ungebetenen Gast: die Asiatische Tigermücke. Sie wurde 2024 erstmals entdeckt und hat im Jahr 2025 in der Äußeren Neustadt überwintert. Die Mücke kann tropische Viren wie Dengue oder Zika übertragen. Die Behörde beobachtet die Lage genau und bittet die Menschen, verdächtige Mücken zu melden.
Auch die Tiergesundheit war ein großes Thema. Die Vogelgrippe erreichte mit 190 Nachweisen einen neuen Rekord, vor allem in den Landkreisen Meißen, Leipzig und Bautzen. Zudem warnt die LUA vor Schmuggelhunden aus Osteuropa. Viele dieser Tiere bringen gefährliche Krankheiten wie Salmonellen oder Parasiten mit. Wer einen Hund aus dem Ausland kauft, sollte dringend auf Impfungen achten.
Wer selbst sehen will, wie die Untersuchungen ablaufen, kann am Samstag, den 7. November 2026, zum Tag der offenen Tür kommen. Die Labore in der Reichenbachstraße in Dresden sind dann für Besucher geöffnet.
Weitere Informationen zum Bericht finden sich auf der Webseite der LUA Sachsen.