Chemnitz und Erzgebirge: Betrüger streuen Schockanrufe
Im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz sind aktuell wieder vermehrt Telefonbetrüger unterwegs. Seit Dienstagnachmittag haben sich über ein Dutzend Menschen bei den Beamten gemeldet. Betroffen sind unter anderem Leute aus Thalheim und Johanngeorgenstadt im Erzgebirgskreis (Sachsen).
Die Betrüger nutzen dabei zwei verschiedene Tricks, um ihre Opfer in Panik zu versetzen. In der ersten Variante geben sich die Anrufer als Ärzte oder Mitarbeiter einer Klinik aus. Sie behaupten, dass ein naher Angehöriger schwer krank sei und dringend im Krankenhaus liege. Dann fordern sie schnell viel Geld für die Behandlung oder für teure Medikamente.
Bei der zweiten Masche rufen die Täter als angebliche Verwandte an. Sie behaupten, einen schweren Verkehrsunfall verursacht zu haben. Kurz darauf übernimmt ein angeblicher Polizist oder Staatsanwalt das Gespräch. Dieser verlangt dann eine Kaution in Höhe von mehreren zehntausend Euro.
Zum Glück haben alle bisherigen Angerufenen den Schwindel rechtzeitig bemerkt. Niemand hat Geld an die Fremden übergeben, sodass es bislang keine finanziellen Schäden gab.
Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei rät dazu, bei solchen Anrufen sofort aufzulegen und die Angehörigen über eine bekannte Nummer selbst zu kontaktieren.