Wurzen: Millionen-Förderung für Gebäckhersteller Griesson - de Beukelaer
In Wurzen (Landkreis Leipzig) wird es mehr Platz für Süßigkeiten. Der Gebäckhersteller Griesson - de Beukelaer erweitert seine Produktion. Am 10. August hat Wirtschaftsminister Dirk Panter den offiziellen Bescheid über die Fördermittel überreicht. Er gab das Papier an den Geschäftsführungs-Vorsitzenden Dany Schmidt, den kaufmännischen Chef Pascal Haegel und den Werkleiter Thomas Schlüter weiter.
Insgesamt steckt das Familienunternehmen mehr als 100 Millionen Euro in den Ausbau. Es entstehen eine neue Produktionshalle und eine Logistikhalle. Letztere bekommt ein modernes Hochregallager, das automatisch funktioniert. Außerdem wird ein neues Gebäude für die Verwaltung und die Mitarbeiter gebaut. Der erste Spatenstich für die Gebäude ist bereits im Juli 2025 erfolgt.
Der Freistaat Sachsen schießt rund 10,35 Millionen Euro aus dem Programm GRW-RIGA zu. Dieses Geld fließt in einen Teil der Investitionen, der insgesamt 83 Millionen Euro umfasst. Damit werden nicht nur Hallen gebaut, sondern auch moderne Maschinen und neue Technologien gekauft. Ziel ist es, die Produktion noch stärker zu automatisieren.
Bis Anfang 2028 soll alles fertig sein. Bis 2027 wird die Kapazität für den „GRIESSON soft cake®“ erhöht. Das ist ein Schokogebäck mit Fruchtfüllung, bei dem die Firma Marktführer ist. Durch den Ausbau sollen bis zu 100 neue Arbeitsplätze in Wurzen entstehen.
Die Backtradition in der Stadt ist alt. Schon 1886 gab es hier die Kunstmühlen und Bisquitfabriken AG, die damals unter anderem Hundekuchen und Schiffszwieback herstellten. In der DDR-Zeit war der Betrieb als „die Krietsche“ bekannt und exportierte Kekse und Waffeln sogar in den Westen. Seit 2008 gehört das Werk zu Griesson - de Beukelaer.