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Oberviechtach setzt auf mehr Natur und Artenvielfalt

Bild vergrößern: Grafik Definition Biodiversität Copyright und Urheber siehe Oberviechtach

Die Stadt hat eine Strategie entwickelt, um Pflanzen und Tiere in der Region besser zu schützen. Mit Projekten wie dem Streuobst-Programm wollen viele Bürger mithelfen.

In Oberviechtach (Landkreis Schwandorf, Bayern) gibt es einen Plan für die Zukunft der Natur. Die Stadt hat eine sogenannte Biodiversitätsstrategie beschlossen. Damit soll die biologische Vielfalt im gesamten Land erhalten und besser vernetzt werden. Das betrifft nicht nur die Wälder und Gewässer, sondern auch die Siedlungen und das offene Land.

Um diesen Plan zu erstellen, gab es seit Oktober 2021 viele Gespräche mit Experten und drei große Workshops. Dabei haben die Teilnehmer geschaut, wo es in der Region schon gut läuft und wo es Probleme gibt. So entstanden konkrete Ideen für verschiedene Bereiche, zum Beispiel für den Wald, die Gewässer oder die Begrünung von Siedlungen. Das Büro landimpuls aus Regenstauf hat die gesamte Planung begleitet. Der Stadtrat hat die Strategie schließlich im Dezember 2022 einstimmig abgesegnet.

Ein wichtiges Projekt ist die Rettung des Streuobsts. Die Stadt arbeitet hier mit dem Obst- und Gartenbauverein sowie dem Verein Goldmacher zusammen. Es geht darum, alte Obstwiesen wiederzubeleben. Die Stadt sucht deshalb Menschen, die Unterstützung bei der Pflege ihrer Bäume brauchen oder Obst abgeben können, weil sie es nicht selbst verbrauchen. Wer mithelfen will, kann sich bei Frau Setzer in der Stadtverwaltung melden.

Auch andere Aktionen sind bereits gestartet. Im März 2023 gab es das erste Saatgutfestival im Emil-Kemmer-Haus, um das Bewusstsein für regionale Samen zu stärken. Zudem wurde im Industriegebiet West ein sogenannter BioDiv-Pfad eingeweiht. Die Steckbriefe zu den dortigen Pflanzen haben Schüler der Doktor Eisenbarth Mittelschule entworfen, während die Aufsteller von den Naabwerkstätten gebaut wurden.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das städtische Ökokonto. Hier werden im Voraus Maßnahmen für die Natur umgesetzt, damit die Stadt später bei neuen Baugebieten für Wohnungen oder Gewerbe die nötigen Ausgleichsflächen bereits parat hat. In Obermurach hat der Bauhof so bereits eine Lesesteinmauer und einen Totholzhaufen angelegt, um Lebensräume für Tiere zu schaffen.

Für die Zukunft sind weitere Schritte geplant. Im Haushalt 2024 sind viele Maßnahmen zur Artenvielfalt vorgesehen. Dazu gehört die Aufwertung der Dorfweiher, wobei man in Pirk bereits mit den Bürgern im Dialog steht. Auch der Marktweiher soll durch das Entfernen von Schlamm verbessert werden. Die Stadt will die Bewohner weiterhin motivieren, ihre Lebensweise nachhaltiger zu gestalten.

Quelle: Oberviechtach – zur Originalmeldung

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