Oberviechtach sucht Hilfe für alte Streuobstwiesen
In Oberviechtach (Landkreis Schwandorf, Bayern) geht es derzeit verstärkt darum, die Natur zu schützen. Die Stadt hat eine sogenannte Biodiversitätsstrategie auf den Weg gebracht. Das Ziel ist klar: Lebensräume für Tiere und Pflanzen sollen besser vernetzt und erhalten werden. Damit das klappt, setzt die Gemeinde auf die Mithilfe der Bewohner.
Ein wichtiger Teil dieses Plans ist das Projekt zum Streuobst. Alte Obstwiesen haben in der Region eine lange Tradition, sind aber oft ungepflegt oder werden nicht mehr genutzt. Die Stadt will diese Bestände nun wiederbeleben. Dafür arbeitet sie mit dem Obst- und Gartenbauverein sowie dem Verein Goldmacher e.V. zusammen.
Jetzt wird konkret Hilfe gesucht. Die Stadtverwaltung möchte wissen, wer Streuobstbäume besitzt, aber die Früchte nicht selbst verwerten kann. Auch Menschen, die gerne eine neue Streuobstwiese anlegen wollen oder deren Bestände ungepflegt sind, können sich melden. Zudem werden Helfer gesucht, die beim Sammeln und Einlagern der Früchte im städtischen Felsenkeller mit anpacken.
Interessierte können sich direkt an Frau Setzer unter der Telefonnummer 09671 307-17 oder per E-Mail an [email protected] wenden. Wichtig ist, dass Name, Anschrift und Kontaktdaten angegeben werden. Wer seine Flächen in das Projekt einbringt, sollte zusätzlich die Flurstücknummer mit Gemarkung oder die genaue Adresse der Fläche nennen.
Dieses Projekt ist Teil eines größeren Pakets. In der Vergangenheit gab es bereits Baumschneidekurse, ein Saatgutfestival und die Anlage eines sogenannten Ökokontos, um Naturflächen für zukünftige Bauprojekte vorab zu sichern. Auch die Dorfweiher in der Region sollen nach und nach ökologisch aufgewertet werden.