Stiftung prägt das Gesicht von Oberviechtach
Das Ehepaar Dr. Max und Margret Schwarz hatte einen besonderen Wunsch: Ihr Erbe sollte nach ihrem Tod der Stadt Oberviechtach (Landkreis Schwandorf, Bayern) zugutekommen. So entstand vor 29 Jahren die gleichnamige Stiftung. Das Motto der Gründer stammt von Cicero und besagt, dass nicht die Stadt als Institution, sondern vor allem die Menschen profitieren sollen.
Die Stiftungsgelder fließen in viele verschiedene Projekte. So werden Kindergärten, Schulen und die Stadtbibliothek unterstützt. Auch Spielplätze, das Ferienprogramm für Kinder und die Arbeit im Museum werden mitfinanziert. Oft sind diese Projekte nur möglich, weil die Stiftung einspringt und Gelder bereitstellt, die die Stadt sonst nicht hätte.
Auch im Stadtbild sieht man die Spuren der Stiftung. Das Haus der Schwarz-Stiftung sowie die Gebäude am Marktplatz 12 und 18 wurden saniert oder gepflegt. Zudem halfen die Mittel beim Bau der neuen Kita und beim Alten- und Pflegeheim der Stadt.
Seit 1993 kümmert sich Erika Odemer als Nachlassverwalterin um die Stiftung. Die Frau, die in diesem Jahr ihren 95. Geburtstag feierte, betreut die Immobilien in München und vertritt die Stiftung bei Terminen. Dabei verzichtet sie auf eine hohe Entschädigung für ihre Arbeit und unterstützt manche Vorhaben sogar mit ihrem eigenen Geld.