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Museum im Andreasstift zeigt historische Schätze aus Worms

Worms Stück für Stück August Copyright und Urheber siehe Worms

Von steinzeitlichem Schmuck bis zu römischen Masken: Das Museum im Andreasstift stellt in einer Reihe besondere Objekte der Stadtgeschichte vor.

Das Museum im Andreasstift in Worms (Rheinland-Pfalz) hat eine besondere Reihe gestartet. Unter dem Namen „Worms Stück für Stück“ wird jeden Monat ein Objekt aus der Sammlung präsentiert, das eine eigene Geschichte erzählt.

Die Auswahl der Stücke ist breit gefächert. So gibt es zum Beispiel Funde aus der Steinzeit, wie Keramiken der Bandkeramik oder Schmuck aus Muscheln, Schnecken und Zähnen. Letzterer wurde 1898 in Rheindürkheim in einem Grab gefunden und lässt darauf schließen, dass die Frau damals eine wichtige Stellung in der Gesellschaft hatte.

Auch die römische Zeit ist stark vertreten. Besucher können einen sogenannten Gesichtskrug sehen, der in Worms hergestellt wurde und oben in einem Frauengesicht endet. Ein weiterer Fund ist ein Grabstein eines römischen Reiters namens Quintus Carminius Ingenuus, der 1666 an der Mainzer Straße entdeckt wurde.

Neben diesen Schätzen gibt es auch kuriosere Funde. So wurde 2010 bei Arbeiten am Nordturm der Andreaskirche ein Katzenschwanz aus dem Mittelalter im Mörtel gefunden. Solche „Bauopfer“ sollten früher das Gebäude vor bösen Geistern schützen.

Einige der gezeigten Objekte sind Leihgaben oder Stiftungen. So gibt es eine „Greifenklaue“ – ein Trinkhorn aus dem frühen 20. Jahrhundert –, die an den Bau der Nibelungenbrücke erinnert. Auch ein Modell eines Kobelwagens, in dem Martin Luther 1521 Worms verließ, gehört zu den Highlights.

Die einzelnen Objekte werden jeweils für einen Monat in der Wechselvitrine oder in den entsprechenden Abteilungen des Museums ausgestellt. Viele der Stücke können zudem als Kopien im Museumsshop erworben werden.

Quelle: Worms – zur Originalmeldung

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