Museum Worms präsentiert historische Schätze in neuen Reihen
Das Museum im Andreasstift in Worms (Rheinland-Pfalz) lässt seine Besucher tiefer in die Geschichte eintauchen. In der Reihe „Worms Stück für Stück“ stellt das Haus monatlich einzelne Exponate vor, die jeweils eine eigene Geschichte erzählen. Die Auswahl reicht von der Steinzeit bis in die Neuzeit.
Einige der gezeigten Stücke führen weit zurück. So gibt es neolithische Gefäße aus der Zeit der Bandkeramik, die zeigen, wie die Menschen sesshaft wurden. Auch Schmuck aus Muscheln, Schnecken und Zähnen einer Frau aus der Jungsteinzeit ist zu sehen. Diese Funde stammten aus einem Grab in Rheindürkheim, das 1898 entdeckt wurde.
Besonders viele Objekte stammen aus der römischen Zeit. Dazu gehören sogenannte Gesichtskrüge, die in Worms selbst hergestellt wurden, sowie eine Tonmaske, die bei Kanalbauarbeiten in der Nähe der Neusatz-Schule gefunden wurde. Ein römischer Reitergrabstein zeigt zudem den Soldaten Quintus Carminius Ingenuus, der als Signifer das Feldzeichen seiner Einheit trug.
Auch das Mittelalter und die Neuzeit sind vertreten. So gibt es ein Modell des Wagens, mit dem Martin Luther 1521 Worms verließ, sowie eine kunstvoll bemalte Würfelsonnenuhr aus der Zeit um 1800. Ein eher ungewöhnliches Exponat ist ein im Mörtel des Nordturms der Andreaskirche gefundener Katzenschwanz aus dem Mittelalter, der wohl als Bauopfer diente, um Unglück fernzuhalten.
Die Objekte sind teilweise nur für einen begrenzten Zeitraum in den Wechselvitrinen oder in den entsprechenden Abteilungen des Museums zu bestaunen. Besucher können so die Vielfalt der Sammlung kennenlernen, die von antiken Stoffen aus Ägypten bis hin zu mittelalterlichen Tierfibeln reicht.
Quelle: Worms – zur Originalmeldung