München will mehr Wohnungen für Arbeitnehmer schaffen
In München (Landeshauptstadt Bayern) ist es für viele Arbeitnehmer extrem schwer, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Deshalb gibt es nun Pläne, die Zusammenarbeit zwischen der städtischen Gesellschaft 'Münchner Wohnen' und der lokalen Wirtschaft zu verstärken. Ziel ist es, dass die Stadt als Dienstleister für den sogenannten Werkswohnungsbau auftritt. Das bedeutet: Es sollen gezielt Wohnungen für Mitarbeiter von Unternehmen geschaffen und verwaltet werden.
Einige solcher Projekte gibt es bereits. So wurden zum Beispiel Wohnungen für Pflegekräfte der MünchenStift in der Rümannstraße gebaut oder Unterkünfte für Azubis und Studierende realisiert. Auch für Personal des Isar Klinikums in der Asgardstraße oder für Mitarbeiter der Stadtwerke München in der Einsteinstraße gibt es bereits entsprechende Lösungen.
Aktuell gibt es jedoch ein Problem mit dem Geld. Die Stadt hatte Förderungen für den Werkswohnungsbau vorerst gestoppt, weil im Stadthaushalt schlichtweg die Mittel fehlen. Trotzdem zeigt sich die 'Münchner Wohnen' offen für neue Kooperationen mit privaten Firmen. Diskutiert werden derzeit auch Mietkaufmodelle, um den Druck auf dem Wohnungsmarkt zu senken. Solche Modelle müssen aber eng mit der Stadt abgestimmt werden, besonders wenn es um die Vergabe von Grundstücken geht.
Um die Pläne konkret zu machen, soll eine Arbeitsgruppe gegründet werden. Dort wird besprochen, wo und wie solche Projekte in Zukunft umgesetzt werden können. Zudem gibt es bereits eine private Initiative eines Projektentwicklers, an der die Stadtwerke München Interesse gezeigt haben. Auch diese Option wird derzeit geprüft.
Ob und wann neue Bauprojekte starten, hängt maßgeblich von der künftigen Finanzlage der Stadt ab. Die Ermittlungen zu möglichen neuen Standorten und Modellen dauern an.
Quelle: München – zur Originalmeldung