München prüft Haushalt wegen sinkender Steuereinnahmen
In München (Landeshauptstadt Bayern) wird derzeit geprüft, wie sich neue Prognosen des Bundesministeriums der Finanzen auf die Stadtkasse auswirken. Ein Arbeitskreis hat im Mai 2026 geschätzt, dass die Steuereinnahmen für alle Kommunen im Jahr 2026 insgesamt um etwa 4,3 Milliarden Euro sinken könnten.
Die Stadträte Leo Agerer und Manuel Pretzl von der CSU-Fraktion hatten deshalb nachgefragt, ob die Stadt nun sparen muss oder ob es zu einem Nachtragshaushalt kommt. Stadtkämmerer Christoph Frey antwortete darauf nun offiziell.
Er erklärte, dass die Prognosen des Bundes zwar wichtig seien, aber nicht die einzige Rolle spielten. Für München zähle vor allem, wie es den lokalen Unternehmen geht, da dies die Gewerbesteuer beeinflusse. Die Stadt wird die Steueransätze nun im Rahmen eines Nachtragshaushalts genau prüfen und gegebenenfalls anpassen.
Ob die Stadt deshalb noch strengere Sparmaßnahmen ergreifen muss, ist momentan noch nicht klar. Die Stadtkämmerei muss erst alle aktuellen Entwicklungen auswerten. Das Ergebnis und die entsprechenden Pläne sollen dem Stadtrat voraussichtlich Ende September 2026 vorgelegt werden.
Parallel dazu gibt es einen Beratungsprozess mit der Firma „Partnerschaften Deutschland“. Dabei geht es darum, die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt durch eine kritische Prüfung der Aufgaben zu stärken. Die Ergebnisse dazu wurden bereits Ende Juni und Anfang Juli 2026 im Finanzausschuss und der Vollversammlung besprochen.
Quelle: München – zur Originalmeldung