München will Fremdsprachen in Kitas stärker nutzen
In München (Landeshauptstadt Bayern) sollen Kinder in den städtischen Kitas künftig mehr mit verschiedenen Sprachen in Kontakt kommen. Mehrere Stadtrats-Mitglieder der Grünen, der Rosa Liste und von Volt hatten die Stadt dazu aufgefordert, die Sprachkenntnisse des Personals gezielter einzusetzen. Das Ziel ist es, dass die Kinder spielerisch neue Sprachen lernen und sich so besser entwickeln.
Stadtschulrat Florian Kraus reagierte nun auf diesen Antrag. Er betont, dass Vielsprachigkeit in den Einrichtungen bereits geschätzt wird. Seit 2024 gibt es dafür auch einen Leitfaden mit dem Namen „Mehrsprachigkeit verbindet“. Damit soll die Vielfalt der Sprachen fest in der Bildung der Kleinsten verankert werden.
In der Praxis bedeutet das: Es soll mehr Vorlesen in verschiedenen Sprachen geben und mehrsprachige Bilderbücher sollen genutzt werden. Auch Lieder, Reime und kulturelle Feste sollen helfen, die Kinder für andere Sprachen zu begeistern. Die Zusammenarbeit mit den Eltern, zum Beispiel über Elterncafés, spielt dabei eine wichtige Rolle.
Einige Angebote gibt es bereits. In den sogenannten Élysée-Kitas werden zum Beispiel Französisch-Schnupperkurse angeboten. Auch spanische Fachkräfte, die über spezielle Projekte aus dem Ausland nach München geholt wurden, bringen ihre Sprache in den Alltag ein. Die Stadt will solche bilingualen Angebote, etwa für Spanisch, weiter ausbauen und auch Italien als Herkunftsland für neues Personal im Blick behalten.
Damit die Erzieher das auch können, gibt es Fortbildungen und Workshops. Die Fachkräfte können sich über eine Plattform namens WiLMA weiterbilden oder Unterstützung von der Fachberatung der Stadt bekommen. Zudem gibt es internationale Praktikanten und Austauschprogramme wie Erasmus+.
Die Stadt sieht die Angelegenheit mit dieser Antwort auf den Stadtrats-Antrag als erledigt an.
Quelle: München – zur Originalmeldung