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München: Polizei griff hart bei Schulstreiks ein

Bei Demonstrationen gegen die Wehrpflicht kam es zu Festnahmen und Verletzten. Nun räumt die Stadt auf, warum die Polizei so hart durchgegriffen hat.

In München (Bayern) gingen im Frühjahr 2026 Jugendliche auf die Straße. Sie streikten gegen die Wehrpflicht und forderten mehr Frieden und Abrüstung. Bei zwei Terminen, am 5. März und am 8. Mai, kam es dabei zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Besonders am 8. Mai eskalierte die Lage am Rosa-Luxemburg-Platz. Dort nahmen mehrere Beamte eine 20-jährige Schülerin fest, um ihre Identität zu prüfen. Andere Jugendliche wollten der Schülerin beistehen und starteten Solidaritätsaktionen. Die Polizei reagierte darauf mit Schlagstöcken. Dabei wurden mindestens zwei Demonstranten verletzt.

Ein zentraler Streitpunkt waren Plakate mit der Aufschrift „Merz stirb doch selbst an der Ostfront“. Die Polizei sah darin eine Beleidigung von Politikern und eine Verunglimpfung von Verfassungsorganen. Deshalb wurden Schüler bereits beim ersten Streik im März festgehalten und teilweise zurück in ihre Schulen geschickt. Die Beamten drohten den Jugendlichen mit Anzeigen.

Auf eine Anfrage von Stadtratsmitgliedern der Linken reagierte die Stadtverwaltung nun schriftlich. Die Polizei erklärte, dass die Einsatzleitung die Festnahmen und Maßnahmen ausdrücklich genehmigt hatte. Die Stadt München selbst wollte die Polizeiarbeit jedoch nicht bewerten. Sie verwies darauf, dass die Polizei für die Verfolgung von Straftaten zuständig sei.

Zudem erinnerte die Stadt daran, dass die Schulpflicht gilt. Wer ohne Erlaubnis der Schulleitung streikt, riskiere Bußgelder. Ob die Polizei die Jugendlichen deshalb zurück in die Schule schickte, sei eine Entscheidung der Beamten vor Ort.

Ob die Sprüche auf den Plakaten tatsächlich illegal waren oder ob es sich um erlaubte Machtkritik handelte, ist weiterhin umstritten. Die Ermittlungen in den einzelnen Fällen dauern an.

Quelle: München – zur Originalmeldung

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