Kreis Euskirchen: Motorradfahrer massiv zu schnell gefahren
Vom 3. bis zum 9. August gab es im Kreis Euskirchen (Nordrhein-Westfalen) eine große Jagd auf Raser. Die Polizei nahm an der europaweiten Aktionswoche „Operation Speed“ teil. Das Ziel war es, die Straßen sicherer zu machen und vor allem dort zu kontrollieren, wo es oft zu Unfällen kommt.
Die Beamten waren extrem aktiv und kontrollierten insgesamt 5.221 Fahrzeuge. Bei 343 Fahrern wurde festgestellt, dass sie zu schnell unterwegs waren. Ein besonderes Augenmerk lag auf den Motorradfahrern, da Unfälle mit Zweirädern oft schlimme Folgen haben. Tatsächlich wurden viele Motorradfahrer geblitzt.
Besonders heftig lief es am Samstag, den 8. August, im Südkreis. Dort waren 55 Fahrzeuge zu schnell unterwegs. Fast die Hälfte davon, nämlich 23, waren Motorräder. Insgesamt mussten zehn Fahrer mit einem Fahrverbot rechnen.
Ein Fall stach dabei besonders heraus: Ein 55-jähriger Motorradfahrer aus den Niederlanden war extrem schnell unterwegs. Er wurde mit 129 km/h gemessen, obwohl an dieser Stelle nur 50 km/h erlaubt waren. Er war also um 75 km/h zu schnell. Der Mann musste eine Sicherheitsleistung hinterlegen.
Die Polizei wollte aber nicht nur Strafzettel verteilen. Bei einer speziellen Veranstaltung konnten etwa 120 Motorradfahrer erreicht werden. Die Beamten erklärten ihnen dort, warum hohes Tempo so gefährlich ist. Die Polizei betont, dass sie auch nach der Aktionswoche weiterhin genau auf die Geschwindigkeit achten wird.
Ob und inwieweit sich die betroffenen Fahrer strafbar gemacht haben, klärt nun die zuständige Behörde. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Kreispolizeibehörde Euskirchen – zur Originalmeldung