Kreis Euskirchen führt neues Radeln nach Zahlen ein
Wer im Kreis Euskirchen (Nordrhein-Westfalen) gerne mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann sich ab sofort auf ein neues Leitsystem verlassen. Das sogenannte „Radeln nach Zahlen“ ist nun vollständig fertiggestellt. Das bedeutet: Die Radwege sind jetzt mit Nummern versehen. Wer eine Tour plant, stellt sich einfach seine Route aus verschiedenen Knotenpunkten zusammen und folgt dann den Zahlen auf den Schildern.
Das System ist nach dem Vorbild der Niederlande aufgebaut und soll es Familien, Freizeitradlern und Gästen erleichtern, die Region zu entdecken. Ein großer Vorteil ist die Vernetzung: Das Netz im Kreis Euskirchen ist nun lückenlos mit den Nachbarkreisen und sogar mit dem belgischen System verbunden. So lassen sich Tagesausflüge oder längere Touren über die Grenze hinweg einfacher planen.
Für den Aufbau wurde viel Material verbaut. Die Arbeiter haben rund 400 Schilderpfosten mit Fundamenten gesetzt. Insgesamt hängen nun 900 Pfeilwegweiser, 1.600 Zwischenwegweiser und 100 Routenwegweiser an den Wegen. Zusätzlich wurden 2.300 Routenplaketten und 120 sogenannte Knotenpunkthüte installiert. Damit die Leute auch den Einstieg finden, gibt es 104 Informationstafeln. Im Gegenzug wurden etwa 500 alte Schilder abgebaut.
Das gesamte Projekt kostete rund 400.000 Euro. Davon flossen etwa 350.000 Euro in die Schilder und Wegweiser, während 50.000 Euro in die Informationstafeln investiert wurden. Das Land Nordrhein-Westfalen hat dabei 70 Prozent der Kosten übernommen.
Neben dem Komfort für die Radfahrer soll das System auch der regionalen Wirtschaft helfen. Hotels und Gaststätten können ihren Gästen nun ganz gezielt Tourenvorschläge machen. Zudem ist das Netz in das Rettungsleitsystem eingebunden, was die Sicherheit bei Unfällen erhöht.