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Hessen testet am 10. September alle Warnsysteme

Am 10. September heulen in ganz Hessen die Sirenen. Die Landesregierung testet, ob Warnungen im Ernstfall alle Menschen schnell erreichen.

Am 10. September 2026 gibt es in Hessen einen großen Probealarm. Pünktlich um 11:00 Uhr starten die Tests. Dabei werden alle verfügbaren Wege genutzt, um die Menschen zu warnen. Die Sirenen in den Städten und Gemeinden heulen dann für eine Minute auf und ab. Wer ein Smartphone hat, wird vermutlich ebenfalls eine Nachricht über sogenannte Warn-Apps oder den Dienst „Cell-Broadcast“ erhalten. Auch der Rundfunk macht mit.

In einigen Orten sind die Sirenen technisch noch nicht ganz auf dem neuesten Stand. Dort ertönt um 11:00 Uhr eventuell nicht das offizielle Signal für die Bevölkerung, sondern das normale Signal für einen Feueralarm. Um 11:45 Uhr gibt es dann die Entwarnung. Auch hier heulen die Sirenen eine Minute lang in einem durchgehenden Ton. Über die Handys kommt die Entwarnung als einfache Information. Je nachdem, wie man sein Handy eingestellt hat, kommt dabei nur ein kurzer Ton oder gar kein Geräusch.

Die Landesregierung investiert viel Geld, um die Warnsysteme in Hessen (Hessen) zu verbessern. Allein für die Modernisierung der Sirenen in den Kommunen sind 2,1 Millionen Euro eingeplant. Seit 2021 flossen insgesamt 12 Millionen Euro von Bund und Land in das Netz, wovon im Jahr 2026 rund 600.000 Euro stammen. Ziel ist es, dass die Menschen auch dann gewarnt werden, wenn sie gerade kein Handy in der Hand haben.

Passend zum Warntag startet die Landesregierung bereits am 7. September eine sogenannte „Resilienzwoche“. Dabei geht es darum, dass die Bürger besser auf Notfälle vorbereitet sind. Innenminister Roman Poseck wird dafür in Schulen und Gemeinden sprechen. Gemeinsam mit dem Handelsverband Hessen gibt es zudem Aktionen in Supermärkten. Dort sollen die Leute Tipps bekommen, wie man einen Notvorrat an Lebensmitteln und Wasser richtig zusammenstellt.

Die Behörden wollen mit diesen Maßnahmen sicherstellen, dass die Bevölkerung im Falle einer Katastrophe oder einer Terrorlage weiß, was zu tun ist. Die Bürger werden gebeten, bei einem echten Alarm die Medien zu nutzen und nicht die Notrufnummern 110 oder 112 zu blockieren.

Quelle: Landesregierung Hessen – zur Originalmeldung

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