Hessen startet Resilienzwoche für bessere Krisenvorsorge
Ab dem 7. September startet in Hessen (Bundesland Hessen) eine sogenannte Resilienzwoche. Die Landesregierung möchte damit die Menschen darauf aufmerksam machen, wie man sich auf Krisen vorbereitet. Dabei geht es um verschiedene Szenarien: von Naturkatastrophen und Energieengpässen bis hin zu Cyberangriffen oder Sabotage.
Das Innenministerium gibt während dieser Woche konkrete Tipps für den Alltag. Die Bürger sollen lernen, wie man einen Notfallbeutel packt und welche Vorräte man zu Hause haben sollte. Um das Thema in die Köpfe zu bringen, gibt es eine Kampagne in den sozialen Medien. Außerdem arbeitet das Land mit dem Handelsverband Hessen zusammen. In vielen REWE-Märkten im ganzen Land wird es Informationen zum richtigen Notvorrat geben.
Innenminister Roman Poseck wird die Woche mit vielen Terminen begleiten. Am Montag besucht er die Diemeltalschule in Willingen-Usseln und verleiht in Stadtallendorf sowie Geisenheim erste Resilienz-Siegel an Kommunen, die besonders gut vorbereitet sind. Am Dienstag geht es nach Hofheim am Taunus zur psychosozialen Notfallversorgung und nach Helsa, wo die Feuerwehr einen neuen Einsatzleitwagen bekommt.
Ein wichtiger Termin ist der Donnerstag, der 10. September. An diesem Tag findet der bundesweite Warntag statt, bei dem die Warnsysteme getestet werden. Minister Poseck wird an diesem Tag in einem REWE-Markt in Frankfurt selbst einen Notvorrat zusammenstellen. Später fliegt er mit einem Hubschrauber über wichtige Einrichtungen der kritischen Infrastruktur.
Das Programm geht bis Sonntag. In Wiesbaden werden am Samstag Sonderanhänger für die Versorgung und Betreuung im Katastrophenschutz übergeben. Zudem gibt es Termine in Nieder-Beerbach, Eppstein und Zwingenberg-Rodau. Zum Abschluss besucht der Minister am Sonntag die Feuerwehr in Königstein im Taunus und ist im Rathaus von Dautphetal unterwegs.
Die Regierung begründet diesen Aufwand mit der angespannten Sicherheitslage. Besonders Angriffe auf Stromnetze und die Bedrohung durch Russland würden eine bessere Vorsorge nötig machen. Das Land hat deshalb bereits über 100 Millionen Euro in den Katastrophenschutz investiert und die Zahl der Fahrzeuge massiv erhöht. Auch mobile Großstromaggregate wurden angeschafft, damit wichtige Einrichtungen bei einem Stromausfall weiterlaufen können.