Frankfurt: Museumsuferfest verlief weitgehend friedlich
Das Museumsuferfest in Frankfurt (Hessen) ist vorbei und die Sicherheitsbehörden ziehen ein gutes Fazit. Rund 150 Polizisten waren an Land und auf dem Wasser im Einsatz, um die über eine Million Besucher auf der zwei Kilometer langen Strecke abzusichern. Insgesamt verlief das Fest friedlich.
Dennoch gab es auch diesmal Vorfälle. Insgesamt registrierte die Polizei 25 Delikte. Das ist ein Niveau, wie man es aus den Vorjahren kennt. Am häufigsten kam es zu Körperverletzungen (9 Fälle), gefolgt von Diebstählen und Taschendiebstählen (5 Fälle) sowie sexuellen Belästigungen (5 Fälle).
Ein konkreter Einsatz passierte am Freitagabend unter dem Holbeinsteg. Dort bemerkten die Beamten eine Körperverletzung. Ein Mann versuchte zwar zu fliehen, doch die Polizisten waren schneller und nahmen den Tatverdächtigen noch direkt vor Ort fest.
Um die Sicherheit zu gewährleisten, setzte die Polizei auf verschiedene Strategien. So kamen sogenannte „Super-Recognizer“ zum Einsatz. Das sind Spezialisten, die bekannte Trickdiebe schon aus der Ferne an ihrem Gesicht erkennen. Zudem gab es technische Sperren für Autos und mehr Verkehrspolizei außerhalb des Festgeländes, um die Menschenmengen besser zu lenken. Die Wasserschutzpolizei sicherte das Event mit Booten auf dem Main ab.
Innenminister Roman Poseck besuchte die Einsatzzentrale und lobte die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und der DLRG. Er betonte, dass solche Großveranstaltungen in Hessen sicher möglich sein müssen.
Ob und inwieweit sich die Tatverdächtigen der verschiedenen Delikte strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen dauern an.