Hessen gibt Rekordsumme für Kommunen frei
Die Städte, Gemeinden und Landkreise in Hessen (Bundesland Hessen) bekommen in diesem Jahr eine Rekordsumme für ihre Infrastruktur. Insgesamt fließen rund 459 Millionen Euro aus dem Hessischen Investitionsfonds in 144 verschiedene Projekte. Das Geld gibt es nicht als Geschenk, sondern als günstige Darlehen. Da die Zinsen am Markt gestiegen sind, helfen diese vergünstigten Kredite den Kommunen, ihre Vorhaben bezahlbar zu finanzieren.
Am meisten profitiert die Bildung. Rund 253 Millionen Euro fließen in Schulen und Kitas. Damit geht der größte Teil des Geldes in die Betreuung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen. Auch andere wichtige Bereiche werden gefördert: Für den Städtebau und die Stadtentwicklung sind etwa 63 Millionen Euro vorgesehen. Rund 29 Millionen Euro fließen in den Schutz von Gewässern sowie in die Wasser- und Abwasserversorgung. Konkrete Beispiele sind Schulneubauten, die Sanierung von Krankenhäusern oder eine neue Ausstattung für die Feuerwehr.
Das Geld verteilt sich unterschiedlich über das Land. Der Regierungsbezirk Darmstadt in Südhessen bekommt den größten Anteil mit mehr als 344 Millionen Euro. In Nordhessen (Regierungsbezirk Kassel) sind es fast 78 Millionen Euro und in Mittelhessen (Regierungsbezirk Gießen) rund 37 Millionen Euro. Die Stadt Frankfurt ist in diesem Jahr die größte Einzelbezügerin und erhält 56,5 Millionen Euro.
Der Investitionsfonds existiert bereits seit 1970 als Sondervermögen des Landes. Die Kommunen können dort aus drei verschiedenen Töpfen mit unterschiedlichen Bedingungen Geld leihen. Die Zinsen sind dabei stabiler und niedriger als bei normalen Bankkrediten. Die Verantwortlichen vor Ort entscheiden selbst, welche Projekte in ihrer Gemeinde die höchste Priorität haben und beantragen dann die entsprechenden Mittel.