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Hessen will mehr Handel und Fachkräfte aus Indien

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Ministerpräsident Boris Rhein war in Neu-Delhi unterwegs. Ein neues Handelsabkommen soll es hessischen Firmen leichter machen, in Indien zu verkaufen.

Hessen setzt auf Indien, um die Wirtschaft anzukurbeln. Ministerpräsident Boris Rhein reiste mit einer großen Gruppe von Wirtschaftsvertretern nach Neu-Delhi. Dort traf er sich unter anderem mit dem indischen Handelsminister Piyush Goyal. Im Zentrum stand ein neues Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Indien, das Anfang 2027 starten soll.

Für die Firmen in Hessen bedeutet das konkret: Es wird billiger, Waren nach Indien zu exportieren. Bei über 90 Prozent aller Waren sollen die Zölle sinken. Besonders die Winzer aus Hessen könnten davon profitieren. Bisher kostet Wein beim Import nach Indien extrem hohe Zölle von 150 Prozent. Für hochwertige Weine soll dieser Satz auf 20 Prozent fallen. Das macht den hessischen Riesling dort konkurrenzfähig und eröffnet einen neuen Markt.

Neben dem Wein will Hessen vor allem in den Bereichen Pharma, Chemie, Maschinenbau und bei Zulieferern für Autos punkten. Schon jetzt fließen mehr als die Hälfte aller indischen Investitionen in Deutschland in das Land Hessen. Rhein will diesen Trend nutzen, um die Abhängigkeit von anderen Ländern zu verringern und neue Arbeitsplätze zu sichern.

Ein weiteres großes Thema sind die Fachkräfte. Boris Rhein sprach mit dem Minister Jayant Chaudhary darüber, wie man indische Experten schneller nach Hessen holen kann. Das Problem ist oft der Papierkram bei der Anerkennung von Abschlüssen. Hessen schlägt vor, diese Prozesse zu digitalisieren und an einer zentralen Stelle zu bündeln, damit die Anerkennung schneller und einfacher geht.

Nach den Terminen in der Hauptstadt reiste die Delegation weiter in das Finanzzentrum Mumbai. Minister Manfred Pentz, der die Reise leitet, betonte, dass die Politik zwar die Türen öffnet, die Unternehmen die Chancen aber selbst nutzen müssen.

Ob die geplanten Zollsenkungen und die digitale Anerkennung von Abschlüssen wie gewünscht funktionieren, wird sich zeigen, wenn das Abkommen 2027 in Kraft tritt. Die Gespräche zwischen den beiden Ländern dauern an.

Quelle: Landesregierung Hessen – zur Originalmeldung

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