Hessischer Wissenschaftsminister reist für Kooperationen in die USA
Wissenschaftsminister Timon Gremmels ist diese Woche in den Vereinigten Staaten unterwegs. Er reist zusammen mit einer Gruppe anderer deutscher Wissenschaftsminister. Ziel ist es, die Partnerschaften zwischen deutschen und amerikanischen Hochschulen enger zu knüpfen. Dabei geht es vor allem um die Freiheit der Wissenschaft und die Rolle der Unis für die Demokratie.
Die Reise beginnt in Washington, D.C. Dort nimmt Gremmels an einem Gesprächstisch teil, den die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) organisiert hat. In der Runde wird diskutiert, wie Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Zukunft strategisch zusammenarbeiten können und wie stabil diese Beziehungen sind.
Danach führt der Weg nach San Francisco. Dort trifft sich der Minister mit dem Netzwerk GAIN. Das ist ein Zusammenschluss von jungen deutschen Wissenschaftlern, die in Nordamerika arbeiten. Gremmels sieht in ihnen wichtige Brückenbauer, weil sie beide Systeme kennen.
In Los Angeles stehen moderne Technologien im Vordergrund. Gremmels besucht das NASA Jet Propulsion Lab am Caltech sowie die Abteilung für Quanten-KI bei Google. Hier geht es konkret um Weltraumforschung, Künstliche Intelligenz und Quantencomputing.
Zum Abschluss reist die Delegation in den Bundesstaat Wisconsin. Hessen und Wisconsin feiern in diesem Jahr 50 Jahre Partnerschaft. In Madison wird über die Stärkung demokratischer Institutionen gesprochen, während in Milwaukee der Besuch des Connected Systems Institute (CSI) ansteht. Dort geht es um digitale Technologien und vernetzte Systeme. Gouverneur Tony Evers wird die Gruppe empfangen.
Die Verbindung zwischen Hessen und den USA ist eng: Die hessischen Hochschulen haben fast 135 Kooperationen in Amerika. Allein mit Wisconsin besteht ein besonders starkes Netzwerk. Seit 1998 gibt es Abkommen für die Hochschulen, aus denen bereits 16 bilaterale Verträge entstanden sind. Bisher waren 1.180 Studierende aus Wisconsin in Hessen zu Gast, während 676 Hessen-Studierende gebührenfrei in Wisconsin studieren konnten.
Die Zusammenarbeit soll in Zukunft noch vertieft werden, besonders in der Forschung. Eine entsprechende Absichtserklärung hatten Gremmels und der Präsident des University of Wisconsin System bereits im August 2025 unterzeichnet.