Dietenheim verbietet Treffen der Tuning- und Poser-Szene
In Dietenheim (Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg) hat die Stadtverwaltung eine klare Ansage an die Autotuning- und Poser-Szene gemacht. Mit einer offiziellen Allgemeinverfügung werden Treffen dieser Gruppen im gesamten Stadtgebiet untersagt. Das Verbot gilt sowohl für öffentliche Plätze als auch für private Grundstücke.
Die Stadt definiert dabei genau, wen sie meint: Zur Tuning-Szene gehören Fahrer, deren Autos an der Karosserie, am Fahrwerk, am Motor, am Auspuff oder an den Reifen verändert wurden. Als Poser gelten diejenigen, die ihre Fahrzeuge verkehrswidrig führen oder zur Schau stellen. Sobald mehr als fünf solcher Fahrzeuge zusammenkommen, gilt dies als verbotenes Treffen.
Die Behörden lassen bei Verstößen keine Spielräume. Werden Fahrer angetroffen, die sich nicht innerhalb von zehn Minuten auflösen oder erneut gegen das Verbot verstoßen, wird ihr Auto abgeschleppt. Das kostet die Besitzer mindestens 350 Euro plus die Gebühren für die Verwahrung. Zudem wird das Fahrzeug beschlagnahmt.
Die Autos werden nicht sofort wieder herausgegeben. In der Regel ist dies frühestens am darauffolgenden Montag möglich. Voraussetzung ist, dass die Kosten bezahlt wurden und das Auto technisch in einem Zustand ist, der die Teilnahme am Straßenverkehr erlaubt.
Die Stadt nutzt dieses Instrument bereits mehrfach, unter anderem für Zeiträume im April 2026 sowie Ende 2025. Damit will die Ortspolizeibehörde Lärm und Gefahren durch die sogenannte PTE-Szene unterbinden.
Ob und inwieweit sich einzelne Fahrer strafbar gemacht haben, klärt im Ernstfall die zuständige Behörde. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Dietenheim – zur Originalmeldung