Dietenheim verbietet Treffen der Autoposer-Szene
In Dietenheim (Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg) hat die Stadtverwaltung eine klare Ansage an die Autotuning- und Poser-Szene gemacht. Mit einer offiziellen Allgemeinverfügung wurden Treffen dieser Gruppen im Stadtgebiet untersagt. Das Verbot gilt für alle Stadtteile und betrifft sowohl öffentliche Plätze als auch private Grundstücke.
Die Stadt definiert dabei genau, wer gemeint ist: Zur Tuning-Szene gehören Fahrer, deren Autos technisch verändert wurden – etwa an der Karosserie, dem Fahrwerk, dem Motor oder dem Auspuff. Als Poser gelten diejenigen, die ihre Wagen zur Selbstdarstellung in verkehrswidriger Weise führen oder präsentieren. Sobald mehr als fünf solcher Fahrzeuge zusammenkommen, gilt dies als verbotenes Treffen.
Die Behörden lassen bei Verstößen wenig Spielraum. Werden Fahrer aufgefordert, den Ort zu verlassen, haben sie dafür zehn Minuten Zeit. Wer sich weigert oder erneut gegen das Verbot verstößt, muss mit harten Konsequenzen rechnen: Das Auto wird abgeschleppt und beschlagnahmt. Die Kosten für das Abschleppen liegen bei 350 Euro, dazu kommen noch die Gebühren für die Verwahrung.
Die Fahrzeuge werden nicht sofort wieder herausgegeben. In der Regel ist dies erst am darauffolgenden Montag möglich, sofern die Autos technisch in einem einwandfreien Zustand für den Straßenverkehr sind. Voraussetzung für die Herausgabe ist zudem, dass alle entstandenen Kosten bezahlt wurden.
Die Stadt setzt diese Verbote gezielt in Zeiträumen ein, in denen es erfahrungsgemäß zu Problemen kommt. So gab es bereits konkrete Verbote für das Wochenende Ende Dezember 2025 sowie für Zeiträume im Frühjahr 2026. Ob die Stadt diese Maßnahmen dauerhaft ausweitet oder nur punktuell bei bekannten Event-Terminen einsetzt, bleibt abzuwarten.
Quelle: Dietenheim – zur Originalmeldung