Bildungsminister aus vier Ländern in Halle zu Gesprächen
Die Bildungs- und Kultusminister aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg haben sich in Halle an der Saale (Sachsen-Anhalt) getroffen. Es war das dritte Mal, dass diese Runde zu den sogenannten Mitteldeutschen Bildungsgesprächen zusammenkam. Neu dabei war diesmal auch Brandenburg. Die Politiker wollten besprechen, wie sie die Schulen in ihren Ländern für das Schuljahr 2026/2027 besser aufstellen können.
Ein großes Thema war die Demokratiebildung. Die Minister sind sich einig: Die Schüler sollen an den Schulen lernen, Verantwortung zu übernehmen und auch andere Meinungen auszuhalten. Man will hier die Erfahrungen der verschiedenen Länder bündeln, damit die Demokratie fest im Schulalltag verankert wird. Brandenburgs Minister Gordon Hoffmann betonte dabei, dass man entschlossen gegen Leute vorgehen müsse, die die demokratische Grundordnung schwächen wollen.
Auch Sport und Bewegung sollen in den Schulen mehr Platz finden. Besonders beim Schwimmen gibt es Probleme, da immer mehr Grundschüler es nicht beherrschen. Deshalb wollen die vier Länder den Schwimmunterricht gemeinsam verbessern, um die Gesundheit und Konzentration der Kinder zu fördern.
Ein weiterer Punkt war das sogenannte Praxislernen. Sachsen-Anhalt ist hier mit dem „4+1 Projekt“ und speziellen Praxislerntagen Vorreiter. Dabei geht es vor allem um Schüler mit mittleren Abschlüssen. Sie sollen praxisnah auf den Beruf vorbereitet werden, damit weniger Jugendliche ihre Schule vorzeitig abbrechen.
Zudem sprachen sich alle vier Minister deutlich für die allgemeine Schulpflicht aus. Sie sehen darin die einzige Chance, dass alle Kinder unabhängig von ihrer Herkunft die gleichen Möglichkeiten haben und gemeinsam lernen. Außerdem wurden Themen wie die Digitalisierung im Unterricht und die Auswirkungen des Bevölkerungsrückgangs auf die Schulen besprochen.
Die Minister wollen die Zusammenarbeit in Zukunft weiter vertiefen, um Ressourcen besser zu nutzen und abgestimmte Lösungen für die Probleme in den Schulen zu finden.