Wuppertal: Verdächtiger nach Brandserie festgenommen
Es war kurz nach Mitternacht am 4. September, als Zeugen in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) einen brennenden PKW bemerkten. Das Auto stand auf einem Parkstreifen an der Kreuzung Ronsdorfer Straße und Barmenia-Allee. Da es in der Stadt schon seit Mai 2026 immer wieder zu ähnlichen Bränden kam, startete die Polizei sofort eine große Fahndung.
Kurz darauf entdeckten die Beamten in der Vereinsstraße, auf Höhe der Aderstraße, einen 34-jährigen Mann. Er trug einen Rucksack bei sich. Als die Polizisten den Rucksack durchsuchten, fanden sie darin ein Feuerzeug und Reste von einem Stoff, der wohl als Brandbeschleuniger diente. Die Männer nahmen den Verdächtigen daraufhin fest.
Die Ermittler vermuten nun, dass der Mann hinter einer ganzen Serie von Anschlägen steckt. Schon in der Nacht zum 28. Mai brannten in der Vereinsstraße vier PKW. Am 4. Juni gab es zwei weitere brennende Autos in der Kluser Höhe und einen gezündeten Brandsatz an einem Stromkasten in der Aderstraße. Nur einen Tag später, am 5. Juni, wurde in der Aderstraße ein Motorrad in Brand gesetzt. Auch am 17. Juli gab es mehrere Brände an Autos in der Hospitalstraße und der Barmenia-Allee.
Ein entscheidender Hinweis kam von einem früheren Tatort: Dort hatten die Ermittler eine Gas-Spraydose gefunden. An dieser Dose waren Fingerabdrücke gesichert worden. Ein Abgleich ergab, dass diese Spuren zweifelsfrei zu dem festgenommenen 34-Jährigen passen.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wird der Mann heute dem Haftrichter am Amtsgericht Wuppertal vorgeführt. Dieser entscheidet nun, ob er in Untersuchungshaft kommt. Falls er verurteilt wird, droht ihm eine hohe Gefängnisstrafe.
Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.