Warstein: Anzeige wegen illegaler Speisereste im Wald
Im Wald von Warstein (Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen) sind größere Mengen an Speise- und Fleischresten gelandet. Jemand hat den Müll dort illegal entsorgt. Henning Dictus, der stellvertretende Leiter des Forst-Sachgebiets, hat die Reste entdeckt und schlägt nun Alarm.
Das Problem ist vor allem das Schweinefleisch. Es besteht die Gefahr, dass sich so die Afrikanische Schweinepest (ASP) ausbreitet. Das Virus ist extrem zäh. Es überlebt das Kochen oder Pökeln und kann in einer Wurst monatelang überleben. Wenn Wildschweine diese Reste im Wald oder an Parkplätzen finden und fressen, stecken sie sich an. Für die Tiere ist das Virus fast immer tödlich, während es für Menschen ungefährlich ist.
Die Stadt hat sofort reagiert und das Veterinäramt des Kreises Soest informiert. Stefan Redder, der 1. Beigeordnete und Stadtkämmerer, macht deutlich, dass solches Verhalten streng verboten ist. Deshalb erstattet die Stadt Warstein nun Anzeige gegen Unbekannt.
Die Forstverwaltung bittet alle Waldbesucher, Essensreste wie Wurstbrote niemals einfach in die Natur oder an den Wegrand zu werfen. Der Müll gehört in verschließbare Behälter oder am besten direkt mit nach Hause.
Quelle: Warstein – zur Originalmeldung