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Warstein: Tipps für den Ernstfall bei Krisenabend

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Etwa 80 Bürger trafen sich im Rathaus, um zu lernen, wie man sich auf Katastrophen vorbereitet. Die Stadt gab praktische Tipps für Stromausfälle und Notfälle.

In Warstein (Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen) haben sich rund 80 Menschen im großen Bürgersaal des Rathauses versammelt. Es ging um ein Thema, das viele lieber ignorieren: Was passiert bei einer großen Katastrophe oder einer schweren Krise? Bürgermeister Maximilian Spinnrath begrüßte die Gäste und erklärte, dass eine gute Vorsorge zu Hause die Einsatzkräfte entlastet und die Stadt sicherer macht.

Yvonne Deimel, die bei der Stadt für den Zivilschutz zuständig ist, zeigte auf, dass solche Situationen auch in der Region vorkommen können. Sie erinnerte an den Tornado in Lippstadt im Jahr 2022, das Weihnachtshochwasser 2023 oder den Stromausfall in Echthausen 2025. Auch die Bombenentschärfung im Lipperbruch im Mai dieses Jahres war ein Beispiel für außergewöhnliche Ereignisse.

Besonders kritisch ist ein großer Stromausfall. Dann funktionieren weder die Heizung noch der Elektroherd. Auch der Mobilfunk fällt aus und Ampeln bleiben dunkel, was den Verkehr behindert. Deimel riet den Bürgern, Vorräte an Wasser, Essen, Medikamenten und Hygiene-Artikeln anzulegen. Das Bundesamt für Katastrophenschutz empfiehlt Vorräte für zehn Tage, doch laut Deimel hilft schon ein Start mit drei Tagen.

Wenn das Telefonnetz nicht mehr geht, helfen batteriebetriebene Radios, Kurbelradios, Autoradios oder der Bürgerfunk, um an Informationen zu kommen. In absoluten Notsituationen gibt es sogenannte Leuchttürme und Meldestellen. Wer dazu mehr wissen will, kann sich im Rathaus an der Infothek einen Flyer holen.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Flucht im Ernstfall. Deimel fragte die Teilnehmer, was sie mitnehmen würden, wenn sie nachts um drei Uhr nur fünf Minuten Zeit hätten, das Haus zu verlassen. Sie empfahl eine Dokumentenmappe mit allen wichtigen Papieren zu Identität, Besitz und Testament. Am besten gibt es davon eine digitale Kopie auf einem USB-Stick oder in einer Cloud. Ein fertig gepackter Notfallrucksack spart im Ernstfall Zeit.

Zum Abschluss betonten die Verantwortlichen, dass die schnellste Hilfe oft aus der Nachbarschaft kommt. Man solle besonders auf Kinder und Menschen mit Beeinträchtigungen achten, bis die Rettungskräfte eintreffen.

Wer nicht beim Infoabend war, kann sich Infomaterial im Rathaus an der Infothek abholen. Zudem gibt es den Ratgeber des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) kostenlos unter www.bbk.bund.de/vorsorge zum Download.

Quelle: Warstein – zur Originalmeldung

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