Kreis Soest fragt: Wie klappt die Arbeit für Zuwanderer
Wer einen Job hat, kommt schneller an und lernt die Sprache schneller. Deshalb will das Kommunale Integrationszentrum (KI) im Kreis Soest (Nordrhein-Westfalen) genau wissen, wie die Integration in die Arbeitswelt vor Ort wirklich funktioniert. Das Zentrum hat eine Online-Umfrage gestartet, um die Erfahrungen von Beschäftigten mit Einwanderungsgeschichte und deren Chefs zu sammeln.
Die Verantwortlichen suchen nach den Gründen, warum manche Menschen gut im Job ankommen und andere wieder ausscheiden. Es geht um konkrete Fragen: Was hat geholfen, im Betrieb zu bleiben? Welche Unterstützung hat gefehlt? Und warum wurde ein Arbeitsverhältnis beendet? Die Teilnehmer können vorgegebene Antworten anklicken oder ihre Erlebnisse in eigenen Worten beschreiben.
KI-Leiter Holger Schubert und die Koordinatorin Michaela Heinisch hoffen, so die Stärken und Schwächen im Kreis zu finden. Ziel ist es, Lösungen zu entwickeln, die sowohl den Arbeitgebern als auch den Arbeitnehmern helfen. Oft gibt es nämlich rechtliche Besonderheiten beim Ausländer- oder Arbeitsrecht, die den Start im Job unnötig kompliziert machen.
Die Umfrage läuft auf der Webseite www.kreis-soest.de/kim. Mitmachen können sowohl die Firmen als auch die Angestellten. Das Ausfüllen dauert etwa fünf Minuten. Die Frist endet am 4. Oktober.
Die Aktion ist Teil der Landesinitiative „NRW.integrativ“, die seit Herbst 2024 Menschen und Firmen bei der Integration unterstützt. Wer Fragen hat, kann sich per E-Mail an [email protected] wenden oder Linda Kratzel (02921/30-3879), Deborah Scheer (02921/30-3702) oder Michaela Heinisch (02921/30-2750) anrufen.