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Tangermünde: Landrat besucht spezialisierte Tischlerei Berndt

Von klassischen Möbeln zum internationalen Schiffsausbau: Patrick Puhlmann besuchte im Rahmen seiner Sommertour den Traditionsbetrieb in Tangermünde.

Landrat Patrick Puhlmann war kürzlich in Tangermünde (Landkreis Stendal, Sachsen-Anhalt) zu Gast. Er besuchte die Tischlerei Berndt, um zu sehen, wie sich der Betrieb über die Jahrzehnte gewandelt hat. Was 1935 als normale Möbelproduktion begann, ist heute ein moderner Betrieb, der in der dritten Generation von Tino Berndt geführt wird.

Das Unternehmen hat sich eine besondere Nische gesucht: den Innenausbau von Schiffen. Das Ganze begann Anfang der 1990er Jahre, als die Tangermünder Werft ihre eigene Tischlerei schloss und erfahrene Leute zu Berndt wechselten. Heute ist das das Hauptgeschäft und macht etwa 80 Prozent des Umsatzes aus. Die Mitarbeiter bauen komplette Innenbereiche für Binnenschiffe, Yachten und sogar Kreuzfahrtschiffe. Dabei fertigen sie alles an, von den Wänden und Böden über Kabinen bis hin zu Restaurants.

Weil die Teile auf Schiffen exakt passen müssen und strenge Sicherheitsregeln gelten, setzt der Betrieb auf moderne Technik. Auf rund 2.000 Quadratmetern Fläche arbeiten die Tischler mit CAD- und CNC-Maschinen. Trotz der internationalen Aufträge bleibt der Betrieb lokal verwurzelt. Neben den Schiffen werden weiterhin Türen, Treppen und Möbel für Kunden vor Ort gebaut oder historische Gebäude restauriert.

Aktuell beschäftigt die Tischlerei 38 Mitarbeiter, darunter fünf Auszubildende. Der Betrieb nutzt dabei auch regionale Angebote wie die Ausbildungsbörse in Tangermünde oder die Jobmesse am 27. Dezember im Landratsamt, um neues Personal zu finden.

Beim Rundgang durch die Werkstatt zeigte Betriebsleiter Norman Nyenhuis dem Landrat den Weg vom Rohmaterial bis zum fertigen Produkt. Dabei entdeckte Puhlmann auch einen Schaustellerwagen aus der Schweiz, der aufgrund einer Empfehlung in Auftrag gegeben wurde. Um unabhängiger von den Strompreisen zu werden, plant Tino Berndt als nächstes die Anschaffung eines Batteriespeichers.

Die Auftragslage ist derzeit sehr gut. Die Bücher sind bis weit ins Jahr 2027 gefüllt, was Landrat Puhlmann als beachtlich bezeichnete.

Quelle: Landkreis Stendal – zur Originalmeldung

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