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Havelberg: Landrat besucht Seniorenwohnpark Am Camps

Landrat Patrick Puhlmann hat sich ein Bild von der Pflegeeinrichtung Am Camps gemacht. Im Gespräch mit der Leitung ging es um die Betreuung der Senioren und fehlende Ärzte.

Landrat Patrick Puhlmann war kürzlich in Havelberg (Landkreis Stendal, Sachsen-Anhalt) zu Besuch. Er besichtigte dort den Wohnpark „Am Camps“, eine Einrichtung der Lewida, in der ältere und pflegebedürftige Menschen leben. Die Einrichtungsleiterin Andrea Frommke führte ihn durch das Haus und stellte ihm das Team sowie die Bewohner vor.

Der Wohnpark ist so gebaut, dass er nicht wie ein Krankenhaus wirkt. Es gibt Einzel- und Doppelzimmer mit eigenem Bad. Die Bewohner können ihre eigenen Möbel mitbringen. Es gibt drei große Wohnbereiche, die wie kleine Wohngemeinschaften funktionieren. Dazu gehören Wohnküchen, Kaminzimmer und Entspannungsbäder. Für Menschen mit Demenz gibt es im Erdgeschoss einen eigenen Bereich mit einem geschützten Garten.

Neben der Pflege gibt es viele Angebote, um die Senioren in Bewegung zu halten. Dazu gehören Seniorengymnastik, Gedächtnistraining, kreatives Gestalten und musikalische Events. Auch Spaziergänge, Feste und monatliche Andachten stehen auf dem Plan. Aktuell findet eine Sommerolympiade statt, bei der die Bewohner mitmachen können. Zudem gibt es Therapien durch Logopäden sowie Physio- und Ergotherapeuten.

Die Lage des Hauses ist gut, da Ärzte, Apotheken und Läden in der Nähe sind. Trotzdem gibt es eine Lücke: Eine neurologische Praxis fehlt in Havelberg. Über diese ärztliche Versorgung haben die Leitung der Einrichtung und der Landrat gesprochen.

Die Einrichtung hat 65 Plätze und ist wirtschaftlich stabil, obwohl die Finanzierung der Pflege schwierig ist. Das Team ist offen für Mitarbeiter aus dem Ausland; so arbeitet bereits ein Mann aus Ägypten im Haus. Landrat Puhlmann zeigte sich beeindruckt davon, wie individuell auf die Bewohner eingegangen wird. Als Beispiel nannte Frommke eine Bewohnerin, die sich so sehr um die Blumen kümmerte, dass sie zu Weihnachten ein eigenes Hochbeet geschenkt bekam.

Weitere Details zum Gespräch über die ärztliche Versorgung liegen bislang nicht vor.

Quelle: Landkreis Stendal – zur Originalmeldung

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