Schwetzingen setzt auf mehr Fahrradverkehr
In Schwetzingen (Baden-Württemberg) gibt es jetzt eine kleine Fahrradfibel namens „RadGeber“. In diesem Heft finden Radfahrer praktische Tipps zur Routenplanung, Infos zur Mitnahme von Rädern in Bus und Bahn oder Adressen von Fahrradläden in der Stadt. Wer das Heft lesen will, kann es sich am Empfang des Rathauses oder in der Tourist-Info abholen oder es sich einfach als PDF herunterladen.
Auch für die tägliche Fahrt zur Arbeit gibt es Unterstützung. Wer kein eigenes Rad hat, kann eines der VRN-nextbikes nutzen. Insgesamt gibt es 14 Stationen im Stadtgebiet, unter anderem am Bahnhof, am Schlossplatz, beim Decathlon, am GRN-Klinikum oder an den Schwetzinger Höfen. Die Räder können flexibel an jeder dieser Stationen ausgeliehen und wieder zurückgegeben werden.
Ein großes Projekt für die Zukunft ist der Radschnellweg RS 16. Schwetzingen plant diesen Weg gemeinsam mit Heidelberg, Eppelheim, Plankstadt und dem Regierungspräsidium Karlsruhe. Die Strecke soll in der Heidelberger Bahnstadt starten und in Schwetzingen auf der Ostseite der Bahntrasse enden. Die Vorplanung läuft bereits seit dem dritten Quartal 2022. Bürger können sich über die Website des Regierungspräsidiums an der Planung beteiligen.
Die Stadt will auch selbst ein Vorbild sein. Seit 2021 trägt die Stadtverwaltung das silberne Siegel als „Zertifizierter Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ vom ADFC. Etwa ein Drittel der Mitarbeiter fährt mit dem Rad zur Arbeit. Für Termine in der Stadt nutzt die Verwaltung Diensträder. Wer eine Panne hat, kann in der Tourist-Info einen Reparaturkoffer nutzen – dieser steht auch allen Bürgern offen.
Zuletzt hat sich die Stadt beim Projekt „STADTRADELN“ engagiert. Seit 2019 nehmen die Bewohner teil und lassen während der Aktionswochen das Auto stehen. Im Jahr 2024 haben die Teilnehmer insgesamt über 123.913 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt. Ziel ist es, dass mehr Menschen dauerhaft vom Auto auf das Rad umsteigen.