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Saulheim: Zwei Männer sterben beim Umlegen eines riesigen Steins

Copyright und Urheber siehe Saulheim

Ein tödlicher Unfall beim Versuch, einen historischen Menhir zu entfernen, forderte im Dezember 1883 zwei Menschenleben.

Es passierte am 22. Dezember 1883 in der Gemarkung von Ober-Saulheim (Landkreis Alzey-Worms, Rheinland-Pfalz). Ein Ackereigentümer wollte den sogenannten „Langen Stein“ entfernen. Das riesige Steindenkmal war etwa acht Fuß dick und zehn Fuß hoch. Zusammen mit mehreren Arbeitern versuchte der Besitzer, den Koloss umzulegen. Er wollte den Stein vermutlich als Baumaterial für Fundamente nutzen.

Die Männer gruben den Stein auf einer Seite bereits frei, als das schwere Teil plötzlich unkontrolliert umschlug. Ein 22-jähriger Arbeiter namens Köster, der im Dienst seines Onkels stand, hatte keine Chance. Der Stein begrub ihn unter sich und zerschmetterte ihm den Brustkorb. Er starb sofort.

Ein weiterer, älterer Arbeiter konnte dem direkten Einschlag durch einen Sprung zur Seite entgehen. Doch der Stein traf ihn noch am Hinterkopf. Obwohl er den ersten Moment überlebte, verstarb auch dieser Mann noch in der folgenden Nacht.

Die Beerdigung am 23. Dezember zog eine riesige Menschenmenge an, wie man sie in Saulheim zuvor kaum erlebt hatte. Viele Leute versuchten danach, Stücke vom zertrümmerten Stein als Andenken mitzunehmen. Schließlich griff das Kreisamt Oppenheim ein und ließ die Überreste des Steins in einer hölzernen Hülle sichern.

Einige Jahre später, im Jahr 1886, wurde der Lange Stein wieder aufgerichtet und unter Denkmalschutz gestellt. Heute gilt er als einer der bekanntesten Menhire in Rheinhessen.

Quelle: Saulheim – zur Originalmeldung

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