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Saulheim erinnert mit Stolpersteinen an NS-Opfer

Copyright und Urheber siehe Saulheim

Die Gemeinde Saulheim verlegt Messingsteine im Gehweg, um an die Mitbürger zu erinnern, die während der NS-Zeit verfolgt wurden.

In Saulheim (Landkreis Alzey-Worms, Rheinland-Pfalz) sollen die Opfer des Nationalsozialismus nicht vergessen werden. Deshalb setzt die Ortsgemeinde auf das Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Es geht um die sogenannten Stolpersteine. Diese kleinen Messingplatten werden direkt vor den letzten selbstgewählten Wohnorten der Betroffenen in den Boden eingelassen. So bekommen die Menschen, die damals entrechtet, ermordet oder zur Flucht gezwungen wurden, symbolisch ihren Platz im Ort zurück.

Die Umsetzung erfolgt in mehreren Etappen. Am 25. Juni 2025 wurden bereits 18 Stolpersteine an sechs verschiedenen Stellen im Ort verlegt. Ein Jahr später, am 25. Juni 2026, folgten dann 11 weitere Steine an vier Standorten. Dabei wurde auch eine Stelle aus dem Vorjahr ergänzt.

Hinter dem Projekt steht die Arbeitsgruppe „Stolpersteine Saulheim“. Die Gruppe hat viele Unterstützer aus der Region, die mit Informationen oder Geldspenden geholfen haben. Dazu gehören unter anderem Privatpersonen wie Renate Rosenau, Dr. Helmut Schmahl oder Wolfhard Klein sowie Organisationen wie der Kulturtreff Rheinhessen und der TSV Ober-Saulheim.

Wer die Arbeitsgruppe ebenfalls unterstützen möchte, kann sich per E-Mail an [email protected] melden. Informationen zu den einzelnen Schicksalen der Familien und die genauen Standorte der Steine sind online verfügbar.

Quelle: Saulheim – zur Originalmeldung

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