Sachsen investiert 51 Millionen Euro in Stadtzentren
Der Freistaat Sachsen startet mit der Städtebauförderung für das Jahr 2026. Insgesamt fließen rund 51 Millionen Euro in 34 verschiedene Kommunen. Das Geld kommt aus dem Programm »Lebendige Zentren«, bei dem Bund und Land zusammenarbeiten. Ziel ist es, dass die Ortskerne und Altstädte wieder attraktiver werden. Es soll Orte geben, an denen man gut wohnen, arbeiten und einkaufen kann.
Besonders wichtig: Vier Orte sind neu in das Programm gekommen. Für Bischofswerda, Grimma, Lauta und Oberlungwitz sind allein für 2026 rund 19 Millionen Euro eingeplant. Die Sächsische Aufbaubank verschickt die offiziellen Bescheide in den nächsten Tagen.
In Bischofswerda (Landkreis Bautzen) geht es um die Stadtmitte Schiebock. In diesem Jahr fließen dort 1,7 Millionen Euro, bis 2040 sollen es insgesamt 6,5 Millionen Euro werden. Die Stadt will den Altmarkt umgestalten und die Außenanlagen an der Kirchstraße verbessern. Auch die Kreuzkirche soll saniert werden, damit sie als Jugend- und Kulturkirche genutzt werden kann.
Grimma (Landkreis Leipzig) bekommt für die Ortsmitte Nerchau in diesem Jahr rund 6,6 Millionen Euro. Bis 2040 sind insgesamt 10 Millionen Euro vorgesehen. Hier soll das alte Kulturhaus saniert und ein ehemaliges Bahngelände begrünt werden. Auch entlang der Hauptstraße und auf den Plätzen soll es mehr Grün geben.
Lauta (Landkreis Bautzen) startet ebenfalls neu mit der Maßnahme »Neue Mitte«. Für dieses Jahr stehen 2,5 Millionen Euro bereit, bis 2040 sind es etwa 9,7 Millionen Euro. Die Stadt will die Grundschule, zwei Kitas, das Rathaus, die Feuerwehr und den Sportplatz erneuern. Außerdem sollen Wege und Plätze schöner werden.
In Oberlungwitz (Landkreis Zwickau) steht das Projekt »Industrie.Kultur.Mitte.« im Fokus. Hier geht es um das alte Industrieareal der ROGO-FTO-Werke. Bis 2040 fließen rund 10 Millionen Euro, wovon bereits 8,1 Millionen Euro für dieses Jahr bewilligt wurden. Denkmalgeschützte Gebäude werden saniert und neue Wege sowie Sportflächen entstehen.
Staatsministerin Regina Kraushaar betont, dass es bei den Projekten nicht nur um Steine und Gebäude geht, sondern vor allem um die Menschen vor Ort. Die Maßnahmen sollen den Alltag für Familien, Vereine und den Handel verbessern.
Das war erst der Anfang. In den nächsten Wochen folgen weitere Gelder aus den Programmen »Sozialer Zusammenhalt« und »Wachstum und nachhaltige Erneuerung«. Damit wird die Entwicklung der sächsischen Städte schrittweise fortgesetzt.