Heike Geißler gewinnt Sächsischen Literaturpreis 2026
Die Schriftstellerin Heike Geißler erhält den Sächsischen Literaturpreis 2026. Das hat eine Jury aus Fachleuten entschieden. Unter anderem waren der ehemalige Chef der Leipziger Buchmesse, Oliver Zille, und die Literaturkritikerin Dr. Katrin Schumacher dabei.
Die Jury begründet die Entscheidung mit dem über zwanzigjährigen Schaffen der Autorin. Heike Geißler schreibt über die heutige Gesellschaft und die Verhältnisse in der Welt. In ihren Romanen und Essays, wie etwa im neuen Buch »Michaela Kohlhaas«, setzt sie sich mit Themen wie Arbeit und Solidarität auseinander. Ihre Texte gelten als erkenntnisreich und sprachlich geschickt.
Auch Kulturministerin Barbara Klepsch gratuliert der Autorin. Sie lobt, dass Geißler komplexe Beobachtungen in eine klare Form bringt und die Leser zum Nachdenken anregt. Besonders das Thema Arbeit und prekäre Beschäftigungen spielen in ihren Werken eine große Rolle.
Heike Geißler wurde 1977 in Riesa (Sachsen) geboren. Sie studierte in Dresden und Halle an der Saale verschiedene Fächer, darunter Politik und Literaturwissenschaften. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Leipzig. In ihrer Karriere hat sie bereits viele wichtige Preise gewonnen, zum Beispiel den Bayerischen Buchpreis oder den Heinrich-Böll-Preis.
Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld von 10.000 Euro verbunden. Dieses Geld stellt das Sächsische Kulturministerium zur Verfügung. Die feierliche Preisverleihung findet am 15. Oktober in der Leipziger Stadtbibliothek statt.
Zuvor erhielten unter anderem Angela Krauß im Jahr 2024 und Lukas Rietzschel 2022 diesen Preis. Weitere Angaben zur Veranstaltung liegen bislang nicht vor.