Rommerskirchen jagt Fördermittel für Schulen und Hallenbad
In Rommerskirchen (Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen) wird derzeit intensiv versucht, Geld für die Modernisierung des Ortes zu finden. Die Gemeinde stellt zahlreiche Anträge bei verschiedenen Förderprogrammen, doch das Ergebnis ist gemischt: Manche Projekte sind bereits gesichert, bei anderen gibt es Absagen.
An der Gillbach-Schule läuft es gut. Dort wurden bereits 567.567,19 Euro Zuschuss gesichert. Für die Gemeinschaftsgrundschule Frixheim hat die Gemeinde am 24. April knapp 72.000 Euro beantragt, um einen Außenspielbereich zu bauen. Zudem soll geprüft werden, wie viel Photovoltaik auf die Dächer von fünf KiTas und der Grundschule Frixheim passt. Dafür wurden 37.000 Euro für die Planung beantragt. Auch der Bauhof soll modernisiert werden, wofür 37.485 Euro angefragt wurden.
Schwieriger sieht es bei den großen Sanierungen aus. Die Gemeinde wollte eigentlich das Hallenbad, die Turnhalle in der Giller Straße und die Beleuchtung im Rathaus energetisch sanieren. Das Problem: Das Budget für Rommerskirchen liegt nur bei rund 1,67 Millionen Euro. Das reicht bei weitem nicht für alles. Deshalb wird das Hallenbad aus diesem speziellen Programm gestrichen, während die Turnhalle und das Rathaus Vorrang haben. Für das Hallenbad wird nun ein anderes Programm versucht, bei dem die Anforderungen geringer sind. Ob das klappt, erfährt die Gemeinde erst im Oktober 2026.
Ein herber Rückschlag war die geplante neue Turnhalle in Hoeningen. Die Baukosten lägen bei rund 3,7 Millionen Euro. Doch die Interessensbekundung Anfang 2026 wurde abgelehnt, sodass kein Förderantrag gestellt werden konnte.
Auch im Ort wird investiert: Für den Dorf- und Festplatz stehen 150.000 Euro bereit. Nach dem Schützenfest sollen der Boden ausgetauscht und neue, wetterfeste Bäume und Sträucher gepflanzt werden. Im Bereich Markt/Venloer Straße gibt es zudem Planungen, die zu 90 Prozent gefördert werden. Aktuell wird dort für rund 11.000 Euro untersucht, wo noch Parkplätze fehlen.
Beim Klimaschutz gibt es erste Erfolge bei der Straßenbeleuchtung. In allen 17 Ortsteilen wurden bereits 729 Lampen auf LED umgestellt. Das spart etwa 75 Prozent Strom. Die Kosten dafür sollen sich nach rund 5,5 Jahren amortisiert haben.
Ein Projekt läuft allerdings nicht ganz nach Plan: Die Gemeinde wollte ein modernes Energiemanagementsystem aufbauen. Dafür gab es zwar knapp 200.000 Euro Förderung, aber die Gemeinde fand trotz mehrerer Versuchen keinen passenden Energiemanager. Das Projekt wird nun ohne neues Personal durchgezogen.