Grevenbroich nutzt Sensoren für die Baumbewässerung
In Grevenbroich (Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen) wird derzeit ausprobiert, wie moderne Technik den Alltag in der Stadt verbessern kann. In einem sogenannten Reallabor werden verschiedene Sensoren im Stadtgebiet getestet. Die Stadt will so herausfinden, welche digitalen Anwendungen wirklich funktionieren und wo sie in der Verwaltung helfen können.
Ein wichtiger Punkt ist dabei die Pflege der Grünflächen. An drei Standorten gibt es bereits Sensoren, die die Feuchtigkeit im Boden messen. So weiß die Stadt genau, wann die Bäume wirklich Wasser brauchen und wann nicht. Das ist besonders wichtig, weil es immer öfter Trockenperioden gibt. Mit den Daten kann die Bewässerung gezielter gesteuert werden, was Ressourcen schont.
Die Stadt will dieses System nun deutlich ausbauen. Geplant ist, etwa 30 weitere Standorte mit dieser Technik auszustatten. Geld für dieses Vorhaben gibt es über das Förderprojekt KfW 444 für den natürlichen Klimaschutz in Kommunen. Die Stadtbetriebe Grevenbroich helfen bei der Umsetzung.
Neben dem Wasser-Management wurden auch Wetter- und Umweltdaten gesammelt. Nicht jeder Test war ein voller Erfolg; manche Anwendungen mussten angepasst werden. Laut Smart-City-Manager Christian Henicke gehört das zum Lernprozess dazu. Bis Ende des Jahres werden weitere Technologien im Stadtraum getestet und bewertet.
Auch organisatorisch gibt es Änderungen. Zum 1. Januar 2027 soll das Thema Smart City in das neue technische Dezernat integriert werden. Damit sollen die digitalen Anwendungen für die Infrastruktur und den Klimaschutz fester in die tägliche Arbeit eingebunden werden. Christian Henicke wird innerhalb der Verwaltung eine neue Aufgabe übernehmen.
Wer mehr über das Projekt wissen will, findet Informationen auf der Webseite der Stadt unter www.grevenbroich.de/smartcity.