Rendsburg: Sperrmüllabfuhr bleibt vorerst beim alten System
In Rendsburg (Kreis Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Holstein) gibt es derzeit viel Diskussion über die Sperrmüllabfuhr. Viele Bewohner sind unzufrieden mit der aktuellen Regelung. Deshalb hat sich Bürgermeisterin Janet Sönnichsen nun zu Wort gemeldet, um die Situation zu erklären.
Das Hauptproblem ist die Zuständigkeit: Nicht die Stadt Rendsburg selbst kümmert sich um den Müll. Diese Aufgabe liegt beim Kreis Rendsburg-Eckernförde. Der Kreis hat die Entsorgung von Hausmüll, Bio-Abfällen und Sperrmüll bis Ende 2028 an die Firma AWR (Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde GmbH) vergeben.
Nach den aktuellen Regeln gibt es die Sperrmüllabfuhr nur einmal im Jahr als große Sammelaktion. Die Bürgermeisterin möchte das eigentlich ändern. Seit 2022 setzt sie sich für ein System ein, bei dem die Bürger den Müll einfach bei Bedarf auf Abruf bestellen können. In Städten wie Kiel funktioniert das bereits und ist flexibler.
Doch eine schnelle Änderung ist nicht in Sicht. Damit das neue System eingeführt werden kann, müsste der Kreis seine Satzung ändern und neue Verträge mit Dienstleistern schließen. Nach aktuellem Stand wird das vor dem Jahr 2029 nicht passieren.
Damit die Straßen in der Zwischenzeit nicht zu sehr vermüllen, hat die Stadt Rendsburg eine Übergangslösung gefunden. Sie hat ein Unternehmen beauftragt, liegengebliebenen Sperrmüll schneller zu beseitigen. Außerdem will die Stadt gemeinsam mit der AWR besser darüber informieren, was aktuell erlaubt ist und wie die Entsorgung genau funktioniert.
Quelle: Rendsburg – zur Originalmeldung