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Rendsburg reißt giftiges Haus an der Bleiche ab

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Ein Einfamilienhaus neben dem Europaforum muss weichen. In dem Gebäude wurden gefährliche Schadstoffe gefunden.

In Rendsburg (Schleswig-Holstein) wird ein altes Haus verschwinden. Ab dem 13. Juli 2026 wird das Einfamilienhaus an der Bleiche 9 abgerissen. Das Gebäude steht auf einem Eckgrundstück direkt neben dem Europaforum und ist von Grün umgeben.

Das Haus wurde 1958 gebaut. Über die Jahre hatte es viele verschiedene Aufgaben: Zuerst diente es als Hausmeisterhaus für die Grund- und Hauptschule Altstadt. Später wurde es als Jugendtreff genutzt und zuletzt als Unterkunft für Flüchtlinge. Doch hinter der Fassade gab es ein Problem.

Bei Arbeiten in den 2020er Jahren machten Experten eine gefährliche Entdeckung. Im Haus wurden Asbest, künstliche Mineralfasern (KMF) und PCB verbaut. Diese Materialien waren damals beim Bauen ganz normal, gelten heute aber als stark gesundheitsgefährdend. Deshalb musste das Gebäude sofort geräumt werden.

Weil das Haus so stark belastet ist, kann man es nicht einfach mit dem Bagger einreißen. Die Arbeiter müssen eine spezielle Methode anwenden. Es wird ein sogenannter Schwarz-Weiß-Bereich eingerichtet. Im „Schwarz-Bereich“ herrscht die Gefahrenzone. Dort müssen die Leute Schutzkleidung und Atemschutz tragen. Der „Weiß-Bereich“ bleibt sauber. So wird verhindert, dass die Giftstoffe in die Umgebung oder an die Arbeiter gelangen.

Nach dem Abriss wird das Grundstück erst einmal eingezäunt. Zwischen den Bäumen, die erhalten bleiben, soll eine Blühwiese angelegt werden. Was später auf dem Grundstück passiert, steht noch nicht fest. Die Stadt wird zu einem späteren Zeitpunkt über eine neue Nutzung entscheiden.

Quelle: Rendsburg – zur Originalmeldung

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