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Reichelsheim warnt vor gefährlichem Riesenbärenklau

Grafik: Vermehrtes Auftreten des Riesenbärenklaus in Reichelsheim. Rechts ein Foto der hochgewachsenen Riesenbärenklau-Pflanzen. Copyright und Urheber siehe Reichelsheim

In der Stadt gibt es vermehrt Sichtungen der giftigen Herkulesstaude. Wer die Pflanze berührt, riskiert schwere Verbrennungen.

In Reichelsheim (Wetteraukreis, Hessen) taucht in letzter Zeit immer öfter der Riesenbärenklau auf. Die Pflanze ist auch als Herkulesstaude bekannt und stellt eine echte Gefahr für Menschen und Tiere dar. Die Gemeindeverwaltung warnt deshalb vor dem Kontakt mit der Pflanze.

Das Problem ist der Pflanzensaft. Er enthält Stoffe, die in Verbindung mit Sonnenlicht eine heftige Reaktion auf der Haut auslösen. Das Gefährliche daran: Man merkt es oft erst spät. Meistens treten die schmerzhaften Rötungen, Schwellungen und Blasen erst nach 12 bis 24 Stunden auf. Die Wunden gleichen Verbrennungen ersten oder zweiten Grades und heilen nur sehr langsam ab.

Damit man die giftige Pflanze nicht mit dem harmlosen Wiesenbärenklau verwechselt, gibt es klare Merkmale. Der Riesenbärenklau wächst extrem schnell und wird zwei bis über vier Meter hoch. Die weißen Blüten sind tellerförmig und bis zu 50 Zentimeter breit. Der Stängel ist dick, hohl und hat oft purpurrote Flecken sowie steife Borsten. Die Blätter sind scharf gezähnt und können über einen Meter lang sein.

Die Gemeinde rät dringend dazu, die Pflanze unter keinen Umständen zu berühren. Besonders Eltern sollen auf ihre Kinder achten und auch Haustiere fernhalten. Falls man die Pflanze doch berührt hat, muss die Haut sofort gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden. Danach sollte die Stelle für mindestens 48 Stunden komplett vor der Sonne geschützt werden. Wenn Blasen entstehen, muss sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Die Stadt sucht nun nach weiteren Stellen, an denen die Pflanze wächst. Wer eine Ansiedlung entdeckt, soll dies melden. Erreichbar ist die Gemeinde unter der Telefonnummer 06164 508-38 oder per E-Mail an [email protected].

Quelle: Reichelsheim – zur Originalmeldung

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