Landesgartenschau 2027 macht Oberhessen bekannt
Im Sommer 2027 wird es in Oberhessen bunt und grün. Von April bis Oktober erwarten die Veranstalter Hunderttausende Besucher bei der Landesgartenschau. Für viele Gäste aus anderen Städten ist die Region bisher kaum bekannt, obwohl Namen wie die Sparkasse Oberhessen oder lokale Spezialitäten wie das Gericht Beulches im Alltag vorkommen.
Die Region liegt mitten in Hessen. Sie erstreckt sich östlich der A45, grenzt im Norden an die A5 und ist über die A66 im Süden schnell erreichbar. Wer mit dem Zug nach Nidda (Wetteraukreis) fährt und in Bad Salzhausen aussteigt, findet dort bereits den Hinweis auf die Region Oberhessen am Bahnsteig.
Insgesamt elf Kommunen bilden den Kern dieser Gemeinschaft. Dazu gehören Nidda mit Bad Salzhausen, Gedern, Büdingen, Hirzenhain, Echzell, Glauburg, Kefenrod, Limeshain, Ortenberg, Ranstadt und Schotten. Diese Orte sind im Verein Oberhessen organisiert, der vor 30 Jahren gegründet wurde. Ziel ist es, dass die Städte und Gemeinden ihre Kräfte bündeln, um gemeinsam stärker zu werden.
Die Geschichte der Region ist alt. Schon im 19. Jahrhundert gab es das Großherzogtum Hessen, in dem Oberhessen eine von drei Provinzen war. Damals gehörten auch Gießen, Friedberg und Alsfeld dazu. Heute ist Oberhessen zwar keine offizielle Verwaltungseinheit mehr, aber die Bezeichnung wird als moderne Regionsidee genutzt.
Die Landesgartenschau soll nun als Startschuss dienen, um die Region endgültig auf die Landkarte zu setzen. Florian Herrmann, der Geschäftsführer der Landesgartenschaugesellschaft, sieht darin eine große Chance. Für ein halbes Jahr soll Oberhessen im Rampenlicht stehen und als das grüne Herz Hessens präsentiert werden.
Quelle: Nidda – zur Originalmeldung