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Polizeieinsatz wegen Fußballfans im ICE bei Dachau

Eine Gruppe von TSV 1860-Fans sorgte am Samstagabend in einem ICE für Aufregung. Die Bundespolizei stoppte den Zug außerplanmäßig in Dachau.

Am Samstagabend, dem 1. August, kam es in einem ICE auf der Strecke nach München (Landeshauptstadt Bayern) zu einer wilden Stimmung. Gegen 21:20 Uhr meldete die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn, dass eine Gruppe von etwa 15 bis 20 Fußballfans im Zug ICE 681 randalieren soll. Daraufhin wurde der Zug außerplanmäßig am Bahnhof Dachau auf Gleis 4 gestoppt.

Die Bundespolizei schickte sofort sieben Streifen zum Bahnhof. Auch zahlreiche Beamte des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord aus den umliegenden Landkreisen unterstützten den Einsatz. Die Polizisten suchten vor allem das Bordbistro ab und befragten das Zugpersonal sowie die Fans des TSV 1860 München.

Nach den Erkenntnissen der Beamten war es gar nicht so schlimm, wie es zuerst aussah. Mehrere Fans hatten im Bordbistro lautstark Fangesänge angestimmt. Dabei schlugen sie mit den Händen gegen die Wände, die Scheiben und die Decke. Das Zugpersonal hatte deshalb befürchtet, dass etwas kaputtgegangen sein könnte, und rief vorsichtshalber die Polizei.

Die Fans hatten wohl schon ordentlich getrunken. Die Beamten schätzten sie als mittelgradig betrunken ein. Die Polizei ermahnte die Gruppe zur Ruhe. Während der Aktion nutzten einige andere Reisende die Pause und verließen den Zug am Bahnhof Dachau.

Gegen 22:00 Uhr ging die Fahrt in Richtung München Hauptbahnhof weiter. Neun Beamte der Bundespolizei begleiteten den Zug bis zum Ziel, um für Ruhe zu sorgen. Bei der Ankunft in München passierte dann nichts mehr. Die Beamten konnten keine Sachbeschädigungen oder anderen Straftaten finden.

Die Ermittlungen sind abgeschlossen. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.

Quelle: Bundespolizeidirektion München – zur Originalmeldung

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