Nobelpreisträger Klaus von Klitzing zu Gast in Ismaning
Das Wetter war am vergangenen Freitag extrem: Große Hitze und Gewitter hielten sich abwechselnd ab. Trotzdem kam viel Besuch in die Hainhalle in Ismaning (Landkreis München, Bayern). Der Anlass war die Sonderausstellung „40 Jahre Schlossmuseum“.
Zuerst begrüßten der zweite Bürgermeister Dr. Georg Everwand und der Museumsleiter Dietrich Maurer die Gäste. Danach übernahm Prof. Dr. Klaus von Klitzing das Wort. Der Nobelpreisträger hielt einen Vortrag über Physik, der aber alles andere als trocken war. Mit viel Humor erklärte er physikalische Phänomene und die sogenannte Klitzing-Konstante.
Von Klitzing erzählte dem Publikum Dinge, die viele nicht wussten. So erklärte er, dass das Kilogramm seit dem 20. Mai 2019 nicht mehr über das alte Platin-Urkilogramm in Paris definiert wird, sondern über die Planck-Konstante, die Lichtgeschwindigkeit und die Frequenz des Cäsium-Atoms. Sogar eine Statistik zum Schokoladenkonsum brachte er ins Spiel: Wer viel Schokolade isst, kommt wohl eher aus einem Land mit vielen Nobelpreisträgern.
Neben der Wissenschaft ging es auch um seine eigene Geschichte. Der Forscher lebt und arbeitet seit Jahrzehnten in Stuttgart, vergaß aber seine Wurzeln nicht. Er sprach ausführlich über seine Zeit in Ismaning und wie es zu seinem Nobelpreis kam.
Am Ende gab es noch eine Überraschung für den Museumsleiter und den zweiten Bürgermeister. Prof. Dr. Klaus von Klitzing schenkte dem Museum seinen alten Reisepass. In dem Dokument sind seine weltweiten Aktivitäten eingetragen, aber auch sein damaliger Wohnsitz in Ismaning ist darin belegt.
Quelle: Ismaning – zur Originalmeldung